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Grüne Kreistagsfraktion Düren 
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Keine neuen Tagebaue - Kreistag beschließt Resolution

Der Kreis Düren lehnt kategorisch den Aufschluss weiterer Tagebaue im Kreis Düren ab.Die Braunkohletagebaue im Dreieck zwischen Köln, Mönchengladbach und Aachen haben in den letzten Jahrzehnten die Menschen und die natur im Kreis Düren erheblich belastet und werden es weiterhin tun. Die Umsiedlung zehntausender Menschen aus ihrer Heimat, die dauerhafte Beeinträchtigung wertvoller Grundwasservorräte, der Verlust von Wäldern, Flüssen und historischer Bausubstanz, die Umweltbelastung durch den Betrieb der Tagebaue und Kraftwerke dürfen keine endlose Fortsetzung finden. Für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Düren sind weitere Beeinträchtigungen ihrer Lebensqualität durch weitere Tagebaue nicht hinnehmbar.

Diese Resolution wurde am 17.11.2005 auf Antrag unserer Fraktion vom Kreistag Düren beschlossen.

Oliver Krischer, der Fraktionsvorsitzende der grünen Fraktion, stellt dazu fest:

„Heute gab es in Düren im Kreisausschuss und in der anschließenden Kreistagssitzung ein historisches Ereignis: Eine von uns beantragte Resolution, die sich gegen den Aufschluss neuer Braunkohlentagebaue über die im Kreis Düren bereits laufenden Tagbaue Hambach, Inden II und Garzweiler II hinaus wendet, wurde nach fast einstündiger Diskussion einstimmig mit den Stimmen von CDU, GRÜNEN und Landrat beschlossen.

Richtig gelesen, denn SPD und FDP nahmen an der Abstimmung nicht teil, weil sie ganz offensichtlich wegen der klaren Zustimmung der CDU zu unserem Antrag irritiert waren. Die SPD sah keine Handlungsbedarf und hatte offensichtliche keine einheitliche Meinung zum Thema. Der Vertreter der FDP (RWE-Mitarbeiter) plädierte für die Braunkohle und mögliche neue Tagebaue. Da er aber sonst immer mit der CDU stimmt, traute er sich dann anscheinend nicht, gegen unseren Antrag zu stimmen.

Damit ist im Kreis Düren meines Wissens zum ersten Mal ein grundsätzlich kritischer Beschluss zum Braunkohlenbergbau gefasst worden. Ich erinnere mich noch an Sitzungen, da wurden kritische Bemerkungen zur Braunkohle mit "Buh-" und "Pfui-" Rufen von CDU und SPD bedacht. Diese Zeiten scheinen nun auch in der Hochburg des Rheinischen RWE-Braunkohlekapitalismus endgültig vorbei zu sein.“