Biberwanderung (2006)
| Ich sehe was, was Du nicht siehst: Hat riesengroße Nagezähne und einen platten Schwanz. Es ist nicht schwer zu erraten, wer gemeint ist....... ....aber tagsüber ist er in der Regel nicht zu sehen! Auf Einladung der Dürener Grünen wanderten an einem Sonntag im März 25 Personen zum Lebensraum der Biber im Wehebachtal. Der Termin war als Familienprogramm angelegt und war der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Freizeitaktivitäten, die die Grünen organisieren wollen. Die Naturführerin Christine Kern informierte ganz hervorragend über das Leben und Wirken der Biber und über Artenschutz. Vor allem schaffte Sie es, bei den Kindern Interesse an der Natur zu wecken. Hinterher hörte man am Parkplatz bei Stollberg sogar aus allen Kehlen noch zwei lustige Biberlieder - wer hätte das gedacht ;-) - und dann von allen Kindern und Eltern lobende Worte für "den tollen Nachmittag". Auf der Unterseite finden Sie noch weitere große Bilder von dieser Tour! Nun aber noch einige Infos über Biber am Gewässersystem der Rur und Wehe: Einst besiedelten Biber fast alle euroasiatischen und nordamerikanischen Bäche, Flüsse und Seen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts standen Biber weltweit kurz vor der Ausrottung, nur vier kleine Restpopulationen, eine davon an der Elbe, überlebten die intensive Verfolgung. Um die Biber vor ihrer vollständigen Ausrottung zu bewahren, begannen Anfang des 20. Jahrhunderts im gesamten einstmaligen Verbreitungsgebiet umfangreiche Schutzmaßnahmen und großangelegte Umsiedlungs- und Wiederansiedlungsaktionen, seit 1966 gibt es auch in Deutschland derartige Projekte. 1981 startete die Höhere Forstbehörde Rheinland ein Biber-Wiederansiedlungs-Projekt in der Eifel. Rasch gründeten die Biber eine kleine Population, die heute die Rur einschließlich der Nebenbäche besiedelt. Analog zu den Bestandsentwicklungen anderer wieder angesiedelter Biberpopulationen ist auch am Gewässersystem der Rur mit einer weiteren Expansion und Besiedlung neuer Lebensräume zu rechnen. Erste Hinweise bestätigen diese Vermutung. Momentan scheint die Siedlungsdichte der Biber noch zuzunehmen. Die Biber werden dabei auch häufiger Fließgewässer in unmittelbarer menschlicher Umgebung besiedeln, was sicher nicht immer konfliktfrei verlaufen wird. Erfahrungen der Biologischen Station im Kreis Düren machen deutlich, dass auch für die Biberpopulation am Gewässersystem der Rur ein Bibermanagement unter wissenschaftlicher Betreuung unumgänglich ist. Dies entspricht auch den Anforderungen der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) an Wiederansiedlungsprojekte. Mit der im Dezember 2003 ins Leben gerufenen Arbeitsgruppe "Biber" möchten das Forstamt Hürtgenwald und die Biologische Station verschiedene, wichtige Aspekte der Betreuung der Biberpopulation angehen. Zunächst soll die aktuelle Bestandssituation der Biber im Gewässersystem der Rur geklärt werden; angestrebt wird eine Dokumentation der Entwicklung der Biberbestände seit der Ansiedlung Anfang der 1980er Jahre. Ein weiterer Schwerpunkt soll in der Öffentlichkeitsarbeit liegen. Hier ist es das Ziel, der interessierten Öffentlichkeit Gelegenheit zu geben, sich über den Biber am Gewässersystem der Rur und das "Artenhilfsprojekt Biber" zu informieren. Dazu wird Informationsmaterial über die Lebensweise des Bibers zusammengestellt - mit Schwerpunkt auf den Besonderheiten in der Lebensweise der Biber am Nordrand der Eifel und entlang der Rur in der Jülicher Börde. Nach Möglichkeit sollen die Personen, die sich schon jetzt ehrenamtlich mit Bibern beschäftigen, gewonnen werden, um als Betreuer einzelner Vorkommen zur Verfügung stehen. Diese Personen kennen oft die Gegebenheiten vor Ort sehr gut und können so als Multiplikatoren wertvolle Arbeit leisten. Dem Biberberater Wilhelm Bergerhausen wird es obliegen, die genannten Maßnahmen zu organisieren und zu koordinieren. Er wird aber auch Interessierten Bürgern zu Fragen rund um den Biber mit Rat und Tat zur Seite stehen. Kontakt: Arbeitsgruppe "Biber" der Biologischen Station im Kreis Düren e.V. und des staatlichen Forstamtes Hürtgenwald, c/o Biberberater: Wilhelm Bergerhausen Postfach 11 46, 52394 Heimbach, Tel. 0 24 46 / 33 21 (egeeulen@aol.com). Die Fotos hier sind übrigens alle von Georg Schmitz! Tolle weitere Infos - auch für Kinder - bietet die "Biberseite" |
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Bilderseite
Die Bilder von der Biberwanderung - auch andere Fotos als auf der ersten Seite! [ mehr ] |












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