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Ortsverband Düren 
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Bebauungsplanung Kaiserbenden

Larue lässt so lange prüfen, bis ihm das Ergebnis passt!

Das Gutachten über das Gelände „Kaiserbenden“ in Derichsweiler, wo die CDU schon längere Zeit unbedingt ein Baugebiet ausweisen will, ist fertig und wird seit einem Jahr der Öffentlichkeit verheimlicht! Zahlreiche besonders schützenswerte Tier und Pflanzenarten kommen dort vor. Somit ist eine Bebauung absolut nicht zu verantworten. Nun will die Stadt mit einem weiteren Gutachten gefälligere Ergebnisse erzielen!

Die Grünen beantragen nun, dass der Rat der Stadt beschließt, die Planungen für das Baugebiet "Kaiserbenden“ einzustellen, das überflüssige Folgegutachten storniert und den Bereich als Naturraum zu erhalten.

Die Stadt Düren hatte ein Baugebiet „Kaiserbenden“ in Derichsweiler geplant. Dieses ist aber aus ökologischen Gründen unmöglich zu verantworten und nicht genehmigungsfähig. Der Lebensraum für Steinkäuze ist dort unbedingt zu erhalten. Im Sommer 2004 hat unsere Fraktion beantragt, dass die Verwaltung der Stadt Düren beauftragt wird, die Planungen für das Baugebiet einzustellen und in Absprache mit Naturschutzbehörden, Naturschutzverbänden und der Biologischen Station ein Konzept zur ökologischen Aufwertung der Region "Kaiserbenden" zu erarbeiten. Die Erstellung und Umsetzung eines solchen Konzeptes soll möglichst kostenneutral, z. B. über Ersatzgelder und Förderprogramme realisiert werden.

Beschlossen wurde in der Ratssitzung vom 26.1.2005:
„Die Entscheidung über den vorliegenden Antrag wird erst dann getroffen, wenn auf der Basis des vergebenen Gutachtens zum Artenschutz über die weitere Siedlungsentwicklung des Ortes grundsätzlich befunden werden kann.“ (siehe Vorlage 2004-0215)
Das Gutachten liegt der Stadt bereits seit Juli 2005 vor. Es wurde jedoch – entgegen allen guten Sitten und im Widerspruch zum Beschluss - von der Verwaltung zurückgehalten! Nachdem wir mehrfach formlos nachgefragt hatten, stellten wir eine formelle Anfrage im Rat, ob das Gutachten vorliegt. Die Antwort vom 30.03.06 sagte aus, dass das Gutachten seit Juli 2005 vorliegt und die örtlichen Gegebenheiten nun erneut überprüft würden.
Wir beantragten daraufhin Akteneinsicht in das Gutachten.
Offensichtlich gefällt der Verwaltung nicht, was im Gutachten steht!

Deshalb hat man ohne entsprechenden Beschluss im Rat ein weiteres Gutachten für 5000,-€ in Auftrag gegeben, welches dann ein der Stadt genehmes Ergebnis bringen soll.

Fakt ist: Es gibt dort rund 60 Vogelarten, wovon neben dem Steinkautz einige weitere Arten stark bedroht sind, z.b. Rebhuhn, Schwarzkehlchen etc.! Außerdem sind u.a. die dort lebenden seltenen Fledermausarten schützenswert. Die Beschaffenheit des Gebietes ist einmalig und nicht an anderer Stelle in absehbarer Zeit zu ersetzen. Das Gutachten rät klar von einer Bebauung des Bereiches ab.
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