Stadthalle erhalten
| Grüne fordern: Stadthalle als Begegnungsstätte erhalten Jetzt wurde es durch die Medien verkündet: Das Land wird sich an der Finanzierung des Umbaus der Stadthalle in ein Jobcenter beteiligen. Die Beteiligung bezieht sich allerdings lediglich auf die Kosten, die an Mehraufwand aus Denkmalschutzgründen entstehen. Wie die gesamten immensen Kosten von über 10 Millionen Euro für den Umbau der Stadthalle in ein Bürohaus geschultert werden sollen, ist unklar. Die Job-com ist z. Zt. auf einer Etage des Kreishausanbaus untergebracht. Beim Bau des umstrittenen teuren Anbaus wurde gerade der Einzug der Job-com vom Landrat als wichtigstes Argument genannt. Nun soll durch den Bau weiterer Büroräume in wesentlich größerer Dimension wieder ein neuer Bereich für die Job-com geschaffen werden. Schon jetzt ist der Leerstand an Büroflächen in Düren erheblich. Durch die kurzsichtige Entscheidung, Büroflächen zu schaffen, wird eine sinnvollere Nutzung der Stadthalle, die zentral zwischen zahlreichen weiterführenden Schulen liegt, unmöglich. Verena Schloemer, Fraktionssprecherin der grünen Stadtratsfraktion hierzu; “Mittelfristig soll der Schulbetrieb auch in weiterführenden Schulen auf Ganztagsunterricht umgestellt werden. Für solche Änderungen werden in der Umgebung dann dringend Räumlichleiten gebraucht, die es in den angrenzenden Schulen heute nicht gibt. Es fehlen dann Aufenthaltsräume, Möglichkeiten für das Mittagsessen etc.!“ Die Stadthalle hat für viele Dürenerinnen und Dürener eine große Tradition. Die vielen Veranstaltungen der vergangenen Jahre, die heute teils mehr schlecht als recht an anderen Orten stattfinden, zeigen den großen Bedarf an Veranstaltungsräumen. Die grüne Kreistagsfraktion spricht sich ebenso gegen die Unterbringung der Job-com in der Stadthalle aus. Oliver Krischer, Fraktionssprecher der Kreisfraktion, sieht in dem teuren Umbau eine weitere enorme Belastung des Kreishaushalts. Die Grünen wollen einen konstruktiven Diskussionsprozess unter anderem mit Schülervertretern und kulturellen Akteuren, wie dieses Denkmal wieder sinnvoll mit Leben gefüllt werden kann. Da die Bausubstanz der Stadthalle noch weitestgehend gut erhalten ist, sollte überprüft werden wie aufwendig eine Sanierung ist. Der Umbau in Büroräume wird für die Zukunft andere Nutzungen unmöglich machen. Finanzielle Mittel der Denkmalpflege vom Land können wohl kaum an einer Büronutzung festgemacht werden. Die Grünen fordern: Die Stadthalle ist als Begegnungsstätte zu erhalten und neue Konzepte sind zu entwickeln! |
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