5.6.08: „Turbo-Abi darf keine Schule machen!“ Grüne in Düren fordern mit Skulptur der „geknechteten Schülerin“ Änderungen beim Turbo-Abi
„Dieses Turbo-Abi muss weg!“ – Das ist die Forderung, mit der die Grünen heute mit einer Aktion mit dem Mahnmal der „geknechteten Schülerin“ in Düren in die Fußgängerzone gezogen sind.
„Die Landesregierung braucht ein ständiges Mahnmal, um nicht zu vergessen: Dieses Turbo-Abi wollen auch bei uns weder Kinder, noch Eltern oder Lehrerinnen und Lehrer, wie wir aus vielen Gesprächen wissen“, sagte die Kreisvorsitzende Gudrun Zentis bei der Aktion. „Auch die Gymnasien in unserer Stadt sind nicht auf das Turbo-Abi vorbereitet worden. Das rächt sich jetzt bitter. Vor allem die Kinder spüren immer mehr, dass die Lehrpläne nicht umfassend entschlackt wurden, dass es bisher keinen Ganztagsunterricht an Gymnasien gibt, dass notwendige Lehrerstellen sowie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen fehlen. Oliver Krischer ergänzt: „Kinder müssen sieben oder acht Unterrichtsstunden am Tag die Schulbank drücken – ohne Pausen! Freizeit geht verloren. Kinder brauchen aber Zeit für Freunde, Sport oder andere Hobbys. Und sie bräuchten schon längst mittags eine warme Mahlzeit und keinen Stress, der krank macht. So funktioniert Schulzeitverkürzung eben nicht.“
Die Grünen wollen eine Schulzeitverkürzung mit sorgfältig strukturierten Unterrichtsinhalten. Deshalb fordern wir u. a. die Reduzierung der Unterrichtsinhalte, den Ausbau der Sekundarstufe I zur echten Ganztagsschule in allen Schulformen, die Verankerung eines Rechts auf eine warme Mahlzeit, Kooperationen mit außerschulischen Partnern für die Sekundarstufe I, die Einbindung multiprofessionellen Personals und die Wahrung der Durchlässigkeit zwischen den Schulformen. |
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