Leserbrief zur Forderung der CDU nach schneller Verwirklichung einer Umgehungsstraße für Arnoldsweiler
Die Dürener CDU fordert eine Umgehungsstraße für Arnoldsweiler und setzte sich jüngst in einem Brief an den Regionalrat dafür ein, dass diese möglichst schnell realisiert werde, da die Anschlussstelle Ellen zu einer Mehrbelastung für Arnoldsweiler führe. Dies ist m.E. falsch und eine Umgehungsstraße ist sicher nicht der richtige Weg. Schaut man sich auf einer Karte einmal an, wie der Verkehr (v.a. der Schwerverkehr) nach Fertigstellung der A4-Anschlussstelle Ellen geführt werden kann, so sieht man, dass es weniger Anlässe geben wird, durch Arnoldsweiler hindurch zu fahren! Es gibt eigentlich nur noch einen Grund, nach Arnoldsweiler zu fahren: Wenn man direkt dort sein Ziel hat.
Man kann aus dem ganzen Raum Düren mit den Straßen B399n und B56n zum Autobahnzubringer Düren gelangen oder aus den Räumen Merzenich/Vettweiß und Niederzier/ Jülich zur Anschlussstelle Ellen. Die zahlreichen Fahrten z.B. aus Richtung Aachen in Richtung Merzenich/Vettweiß/Euskirchen, die heute z.T. durch Arnoldsweiler führen, um die Dürener Innenstadt mit dem Kreisverkehr zu vermeiden, werden Dank der neuen AS Ellen entfallen. Ich bin deshalb der Meinung, dass die Forderung nach der Umgehung Arnoldsweiler falsch ist!
Die A4 Anschlussstellen Düren und Ellen schaffen ja quasi eine Umgehungsstraße für Arnoldsweiler. Der Gedanke für eine Umgehungsstraße kommt doch v.a. daher, dass alle Fahrzeuge durch Arnoldsweiler kommen, wenn die A4 wieder mal wegen einem Unfall gesperrt ist. Also, wie viele Spuren soll dieser Bypass zur A4 rund um Arnoldsweiler dann bekommen? Sinn macht das nicht! Eine Fernstraße parallel zu einer Autobahn ist eigentlich auch nicht zulässig, bzw. förderfähig. Bundesmittel sind somit schon mal ausgeschlossen. Die Bevölkerung von Arnoldsweiler wehrt sich aus gutem Grunde gegen neue Gewerbegebiete im Umfeld, da es wenige Freiräume gibt. Eine Umgehungsstraße würde jedoch auch zu einer zusätzlichen Lärm - und Staubbelastung nahe am Ort führen.
Zweifelsfrei ist Arnoldsweiler stark belastet und man sollte sich deshalb über andere Maßnahmen der Verkehrsberuhigung und Verkehrsverlagerung Gedanken machen. G.Schmitz |
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