Kein Radfahrverbot! (März09)
Sie spricht dabei vollmundig von „Mehr Sicherheit für Kinder“. Wir meinen dazu: Einige Radfahrerinnen und Radfahrer verhalten sich nicht vorbildlich – also soll die Kölnstraße und andere Bereiche gesperrt werden. Einige Autofahrerinnen und Autofahrer verhalten sich nicht vorbildlich, also sperren wir doch mal Düren für alle Autos. Einige Fußgängerinnen und Fußgänger verhalten sich nicht vorbildlich, also sperren wir Düren auch für alle FußgängerInnen? So geht es nicht!!!!
- Düren ist als „Stadt der kurzen Wege“ sehr fürs Radfahren geeignet. - Fahrradfahren muss weiter attraktiver werden! - Das ist v.a. aus Klima- und Umweltschutzgründen nötig. Radfahren ist aber auch gesund und das Rad ist ein für Stadt und Nutzer gleichermaßen günstiges Verkehrsmittel. - Deshalb sollte man nicht die umweltfreundlichen Verkehrsteilnehmer gegeneinander aufbringen, sondern sie v.a. vor den Gefahren durch den motorisierten Individualverkehr schützen. Hier müssen ganz klar andere Schwerpunkte gesetzt werden. - Parken auf Radwegen und Radstreifen wird z.B. in Düren regelmäßig geduldet (siehe Schenkelstraße). Das muss abgeändert werden. - Die Stadt hat sogar in einer öffentlichen Stellungnahme stolz verkündet, dass hier nicht so schnell abgeschleppt werde. Welch ein Unding! - Unser Thema ist „Rücksichtnahme durch ALLE“. Wir fordern statt einem Radfahrverbot eine Kampagne pro Rücksichtnahme.
Diese soll dazu führen, dass RadfahrerInnen ganz konkret in der Fußgängerzone Rücksicht nehmen. Sie soll aber auch dazu führen, dass KraftfahrerInnen Rücksicht auf Fußgänger und RadfahrerInnen nehmen. Nicht durch Radfahrer, sondern durch den motorisierten Verkehr, werden in Düren Kinder und andere Verkehrsteilnehmer getötet oder schwer verletzt!!! Wir müssen einmal hinterfragen, welche Straßen zu welchen Zeiten vom wem in Anspruch genommen werden. In Zeiten hohen Fußgänger-Verkehrsaufkommens ist in engen Bereichen zusätzlicher Fahrradverkehr für die Passanten kaum zumutbar (z.B. zu Marktzeiten). Da ist es selbstverständlich, dass man absteigt. Das geht auch praktisch gar nicht anders. Aber außerhalb der Stosszeiten kann man das lockerer sehen. Es ist nicht einsichtig, weshalb Radfahrer um 9 Uhr morgens oder um 14 Uhr am Wirteltorplatz (so wie auf den Bildern von heute, 18.03.) in einer fast ausgestorbenen Innenstadt mit einem Knöllchen wegen Fahrens in der Fußgängerzone belangt werden sollten. Interessante externe Links: Was Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer auf die Palme bringt Neben einem kritischen Leserbrief gab es inzwischen drei unterstützende Leserbriefe zum Thema von Menschen, die wir nicht kennen. Das freut uns sehr. Eine Mail dazu möchten wir hier auszugsweise zitieren: Radfahrern kann das Scheiben des Rades für 500m zugemutet werden - STIMMT! Umgekehrt kann Autofahrern aber auch das Schrittgeschwindigkeitfahren in der Schenkelstrasse zugemutet werden......wird eben mit zweierlei Maß gemessen, mal wieder.... | |||||||||||||||||||||||||||||||||
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