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Museumsumfeld (Febr.2010)

Die Dürener Zeitung berichtet am 03.02.2010:

949.000 Euro - das ist die Summe, für die das Umfeld des Leopold-Hoesch-Museums verschönert werden soll. Dafür entsteht eine neue Platzsituation rund um das Museum, mit neuem hochwertigen Pflaster und einer Rasenfläche, die für Skulpturausstellungen und andere kulturelle Ereignisse genutzt werden soll. Zur August-Klotz-Straße hin soll der Platz durch eine Lindenallee begrenzt werden.
Das Papiermuseum spielt in den aktuellen Plänen keine Rolle. SPD und Grüne hatten gefordert, es in die Umfelderneuerung mit einzubeziehen. Vor der Entscheidung im Stadtrat machte die CDU/FDP-Koalition in einer Sondersitzung des Kulturausschusses aber deutlich, dass sie dies ablehnen wird. «Das Papiermuseum wird in einigen Jahren renoviert. Es ist sinnvoll, dann auch das Umfeld neu zu gestalten», sagte Karl-Albert Eßer (CDU).
Auch der nördliche Bereich des Museumsumfelds bleibt bei der Neugestaltung, die aus Mitteln des Konjunkturprogramms II finanziert wird, zunächst außen vor. Die aktuelle Planung endet auf der weitergedachten Achse zwischen Marienkirche und Hoeschparkplatz. Die Rasenfläche neben dem Parkplatz bleibt zunächst unverändert. Der Vorschlag des Dürener Architektur-Professors Wolfgang Meisenheimer, zumindest planerisch auch diesen Teil schon in die neue platzartige Gestaltung zu integrieren, wurde nur zur Kenntnis genommen.

Die Kosten gedrückt
Denn bei der Diskussion ging es vor allem um Geld: Mit der Verkleinerung der Fläche, die erneuert wird, lassen sich die von Architekt Peter Kulka zunächst auf 1,15 Millionen Euro taxierten Kosten auf unter eine Million drücken. Eine weitere Sparmaßnahme ist die Rasenfläche, die für kulturelle Ereignisse genutzt wird. Die ursprüngliche Planung dieses Areals mit festem Untergrund hätte 34.500 Euro mehr gekostet.
Umstritten ist ein auf den ersten Blick kleines Detail der Planung, das aber angesichts der Kosten hervorsticht: Für 65.000 Euro soll das Museum eine neue Eingangstreppe erhalten. Die alte sei zu steil, nicht komfortabel und werde dem Bau nicht gerecht, heißt es zur Begründung.

Dieser Bericht zeigt ansatzweise das Dilemma auf, in dem der Rat steckt: Viele Mitglieder des Stadtrates sind sehr unzufrieden mit der ganzen Vorgehensweise beim Konjunkturpaket II und auch konkret mit den vorgelegten Plänen. Die Konjunkturpaketmittel möchte man aber natürlich auch nicht verfallen lassen und somit ist ein ziemlicher Zeitdruck für eine Entscheidung entstanden. Nach der auf unseren Druck hin angesetzten Sondersitzung des Kulturausschusses hatten ganz offensichtlich nicht nur die Mitglieder der Fraktion B90/Die Grünen ziemliche "Bauchschmerzen" durch diese Thematik.
Auf jeden Fall zu bemägeln ist, dass die CDU sich auf einen Ausbau des Platzes für eine feste Summe festgelegt hatte, noch ehe es auch nur ansatzweise ein Konzept oder einen Plan für das Museumsumfeld gab. Man hatte den zweiten Schritt mal wieder vor dem ersten Schritt gemacht!
Nachdem alle Gespräche und Diskussionen vor der Ratssitzung ohne Erfolg blieben, haben wir "als Notlösung" in einem Änderungsantrag zum Konjunkturpaket die 65000 Euro für die Treppe gestrichen und 85.000 Euro zusätzlich für das Projekt beantragt, damit zumindest eine Anbindung des Papiermuseums gelingen könnte. Diese Änderungsvorschläge - sowie alle anderen Anregungen aus der Opposition - wurden im Rat am Mittwoch in gewohnter Manier von der CDU/FDP Mehrheit abgelehnt.


Plan Museumsumfeld
Plan Museumsumfeld Zoom
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Beratung der Pläne in der Fraktion
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Blick aufs Amtsgericht
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Der Platz vor Marienkirche und Museum
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Im Hoeschmuseum
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