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Demo Merken

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05. März: Zu unseren eigenen Bildern von der Demo gegen Rechts in Merken stellen wir Ihnen den Text online, den die Dürener Nachrichten dazu schrieben. Ganz am Ende finden Sie dann noch Anmerkungen dazu:

Absolut ruhig und friedlich demonstrierten Samstagmittag rund 750 Männer und Frauen, Junge und Alte, Dürener und Migranten im Dürener Ortsteil Merken gegen Rechtsradikalismus und Nationalsozialismus.
Die Demonstration hatte einen ernsten Hintergrund.
Ein Wirt aus Merken hatte sich angeschickt, seine Gaststätte an die NPD zu verkaufen, die hier ein "nationales Zentrum in Rheinland" einrichten wollte. In letzter Minute konnte der Verkauf der Kneipe an die NPD jedoch verhindert und dem Wirt ein alternatives Kaufangebot schmackhaft gemacht werden. "Ich hätte mir niemals vorstellen können", so Jo Ecker, einer der Sprecher der Initiative "Unser Merken gegen Rassismus", "dass ich einmal für mein Heimatdorf Merken gegen Rechtsradikalismus auf die Straße gehen müsste. Wir lassen Intoleranz, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit hier in Merken nicht zu."
Angst, so Ecker, habe sich in Merken in den letzten Wochen und Monaten breit gemacht. "Wir müssen die Demokratie verteidigen, müssen hinschauen, wachsam sein, aufklären und Zivilcourage zeigen."

Bürgermeister Paul Larue lobte die Besonnenheit der Merkener Bürger in den letzten Wochen und Monaten, als der Verkauf der Gaststätte an die NPD im Raum stand. "Da waren die Merkener auf eine sehr harte Probe gestellt. Aber wir haben bewiesen, dass wir als städtische Gemeinschaft nicht nur zusammen feiern können, sondern auch in solchen Situationen zusammen stehen. Wir lehnen Extremismus jeglicher Art ab." Und Susanne Rössler, Sprecherin des "Dürener Bündnisses gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt" ergänzte: "Es geht hier um viel mehr als um den Verkauf einer Kneipe. Vor der rechten Ideologie ist keiner gefeit. Auch dafür müssen wir ein Bewusstsein schaffen."
Im Anschluss an die Demonstration, die von etlichen Polizeibeamten auch aus der Städteregion Aachen begleitet wurde, gab es für die Demonstranten am Dorfplatz vor der Kirche noch eine warme Suppe und Getränke. Jo Ecker: "Wir wollen diesen Tag auch mit viel Freude begehen. Wir haben für Merken einen Etappensieg erreicht. Und es ist toll, wie viele heute gekommen sind."

Kommentar: Wir danken allen Menschen, die zu dieser Demo gekommen sind und damit ein deutliches Zeichen gegen Rechts gesetzt haben. Macht weiter so!!!

In den vielen Gesprächen am Rande der Demo erläuterte der Grünen-Stadtrat Bruno Voß, dass die NPD nur durch das dumme Verhalten der CDU in den Merkener Bezirksausschuss gekommen sei. "Es ist ja toll, wenn Bürgermeister und Abgeordnete sich hier gegen Rechts sehen lassen. Aber hätte man die Größe der Bezirksausschüsse in Düren an die Einwohnerzahl gekoppelt, wie es im Herbst 2009 in einem Antrag der Grünen stand, hätte die NPD keinen Sitz in diesem Gremium gehabt! Aber um Mitglieder zu versorgen, war man zu dieser Änderung nicht bereit. Und auch bei der Wahl um den Bezirksausschuss - Vorsitz hat man es in Kauf genommen, mit der Stimme des NPD´lers an diesen Posten zu kommen, denn eine eigene Mehrheit hatten CDU udn FDP nicht. Es war nur echter Zufall, dass die CDU den Bezirksausschussvorsitzenden nun stellt und dies scheinbar ohne Unterstützung des NPD´lers!"
Voß und seine Kollegen/Kolleginnen wünschen sich da mehr Fingerspitzengefühl und Verantwortungsbewußtsein bei der CDU Fraktion.
Mehr Bilder u.a. hier: http://www.an-online.de/bilder/1230483#/fm/4036/merken_Web.jpg

Rückblick auf die Einladung zu diesem Termin:
"Wir sind Merken - Nazis sind es nicht" - unter diesem Motto rufen die Initiatoren der Initiative "Unser Merken gegen Rassismus und Gewalt" , das Dürener Bündnis gegen Rechts und weitere Initiativen zu einer Demonstration in Merken auf: "Am Samstag, den 06. März 2010, veranstaltet unsere Initiative "Unser Merken gegen Rassismus und Gewalt" gemeinsam mit der IG Merken, der Initiative "Fussballvereine gegen Rechts" und dem "Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus und Gewalt" einen friedlichen Protestzug in Merken unter dem Motto "Wir sind Merken - Nazis sind es nicht!".
Ein Anlass ist die wiederholte Ankündigung seitens der NPD und der KAL, eine Merkener Gaststätte zu erwerben und dort ein "Nationales Zentrum im Rheinland" zu errichten. Zudem verurteilen wir u.a. das Verwüsten unseres Sportplatzes mit Glasscherben und Hakenkreuzen, den Themenmißbrauch durch die NPD im vergangenen Wahlkampf und einen ersten tätlichen Angriff auf einen Journalisten in der vergangenen Woche. Weitere Versammlungstermine der Neonazis in Merken sind bereits bekannt. Auf Merken kommen in Zukunft viele Veränderungen zu - Das letzte, was wir brauchen, sind Lügen, Hass, Menschenfeindlichkeit und Gewalt!
Wir haben nicht nur das Recht, zu demonstrieren - manchmal haben wir auch die Pflicht dazu, besonders wenn es um die Grundfeste unserer Gesellschaft geht. In diesem Sinne erhoffen wir Ihre/Eure zahlreiche Teilnahme am Umzug und der Kundgebung an der Kirche.
Horst Knapp, für die Initiative "Unser Merken gegen Rassismus und Gewalt" und "MerkenOnline.de"


Bilder, Filme, Links und und weitere Berichte u.a. hier:
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2010/03/06/lokalzeit-aachen-demo-gegen-rechts.xml

http://www.bellartz.org/typo3_src-4.2.1/index.php?id=1090
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Demo gegen Rechts
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Grüne bei Demo gegen Rechts
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