Fahrradforum (März10)
Bitte beachten Sie meinen nachfolgenden Leserbrief zum Thema Fahrradforum. (Anschließend finden sie noch einen Kurzbericht mit Fotos und wichtigen Fakten!) Wo waren die Verkehrspolitiker? Düren, 24.03.2010: Am Montag fand wieder ein Fahrradforum in Düren statt. In diesem Unterausschuss des Bau & Verkehrsausschusses sollen an versch. Stellen der Stadt (also vor Ort ganz praxisnah) Themen rund um den Fahrradverkehr von Verwaltung, Politik und Polizei erörtert werden. Obwohl alle Fraktionen eingeladen waren, waren nur die Grünen durch die verkehrspolitischen Sprecher vertreten. CDU, FDP, SPD und Linke fehlten! Dies zeigt auf, welchen Stellenwert das Fahrrad in der Dürener Politik genießt. Und wer auf dem Zeitungsfoto den Bürgermeister erkennt, freut sich vielleicht über Interesse. Doch zu früh gefreut: Kaum hatten die Pressevertreter ein Bild für den Bericht gemacht, war auch Bürgermeister Larue verschwunden. Die Radtour durch Düren machte die Verwaltung daraufhin nur mit Polizei und Grünen. Welch ein Trauerspiel! Mit freundlichen Grüßen Fraktionsgeschäftsführer Georg Schmitz Am Europaplatz gab es 2009 einen Unfall, bei dem ein Radfahrer vom Hallenbad her kommend in Richtung Niederau die Straße kreuzte und ein aus dem Kreisel ausfahrendes Fahrzeug diesen Radfahrer erfasste.
Der Unfall und die STVO-Novelle waren Anlaß zur Überprüfung der Verkehrssituation. Neuer Stand ist, dass Radfahrer gemäß STVO dort keine Vorfahrt genießen und dass diese Regelung nun auch entsprechend beschildert ist. Die Bodenmarkierungen werden zeitnah geändert. Wenn eine Radfahrerfurt mehr als 5 Meter von der Kreisverkehrskante entfernt ist, gilt dies als separater Kreuzungsvorgang und der Radverkehr muss halten. Besonders kompliziert wird die Regelung dadurch, dass direkt neben der Radfahrfurt der Fußgängerüberweg (Zebrastreifen) liegt. Hier muss das KFZ natürlich halten und mit dem Fußgänger zusammen kann dann auch ein Fahrrad kreuzen. Auch hier muss also wieder gelten, dass es einen sicheren Verkehr nur mit gegenseitiger Rücksicht und Umsicht geben kann und das gute Information der Verkehrsteilnehmer nötig ist. Wir bitten alle LeserInnen, sich die Situation einzuprägen, um Unfälle oder Konflikte dort zu vermeiden.
Die Dürener CDU möchte die Kölnstraße, den Marktplatz und den Wirteltorplatz für den Radverkehr sperren. Auch dies wurde beim Fahrradforum angesprochen und der Bürgermeister sprach sich in der Eröffnungsrunde vor der Abfahrt auch dafür aus, dies umzusetzen. Die Verwaltung stellte die Entwicklung des innerstädtischen Verkehrskonzeptes vor. Als in den 90er Jahren der Kaiserplatz und der Bereich um Markt und Annakirche für den Autoverkehr gesperrt wurde, war es erklärtes Ziel der Verkehrsplaner, Bus- und Fahrrad die direkten Wege durch die City zu ermöglichen, die man dem PKW teilweise beschnitt. Die Nutzung der Fußgängerzone durch RadfahrerInnen war von Anfang an gewollt (daher paßt der Name eigentlich nicht ganz) und es hat seitdem keine nennenswerten Probleme gegeben. Es gibt zwar Beschwerden durch Fußgänger, die sich vom Radverkehr gestört fühlen, aber nach Aussage der Polizei ist kein einziger Unfall aktenkundig. Sachlage heute ist, dass Markt, Annaplatz, Busspur, Rathausplatz (Kaiserplatz), Kuhgasse und Wirteltorplatz freigeben sind, die engeren Bereiche Wirtelstraße mit Hirschgasse und kleiner Zehnthofstraße aber nicht!!! Georg Schmitz stellte für die Grünen klar, dass man die Sperrung für den falschen Weg halte, mehr Sicherheit zu erzielen. So würde eine Sperrung z.B. Schulkinder auf dem Weg zur Schule auf die Hauptverkehrsstraßen zwingen. Dies würde dann ein echtes Sicherheitsproblem. Auch ist es eigenartig, dass Niemand darüber redet, dass LKW am Markttagen rückwärts und ohne Einweiser durch die z.T. dichte Menschenmenge rangieren. Das ist wirklich gefährlich! Die Problematik wird auf einer Extraseite in diesem Internetsangebot ausführlich beleuchtet! http://www.gruene-dueren.de/ov/572/index.html Forderung der Grünen ist es, den Radverkehr weiterhin zuzulassen und mit einer Informationskampagne insgesammt für mehr Sicherheit zu werben. Damit sollen auch die RadfahrerInnen angesprochen werden, die unangemessen oder rücksichtslos fahren und die jenigen Radler, die durch die gesperrten Bereiche fahren. In einem zweiten Schritt sollen dann dort Kotrollen stattfinden und Bussgelder verhängt werden. Weitere Infos zur STVO-Novelle: http://www.gruene-dueren.de/ov/688/index.html | |||||||||||||||||||||||||||
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