Verkehrsführung Aachener Straße (Juni 2010)
| Düren, 24.06.2010, von Georg Schmitz: Ich wunderte mich die letzten Tage bereits, dass nach Abschluss der Arbeiten in der Tivolistraße die verkehrstechnischen „Ersatzmaßnahmen“ in der Aachener Straße noch nicht zurückgenommen wurden. Nun berichtet die Presse heute auch darüber. So heißt es in der Dürener Zeitung: „Die Bauarbeiten sind lange beendet, doch die gelben Markierungen auf der Fahrbahn sind noch immer nicht entfernt. Das führt auf der Aachener Straße an der Kreuzung mit August-Klotz-, Rütger-von-Scheven- und Stürtzstraße derzeit bei den Verkehrsteilnehmern zu einiger Verwirrung. Offenbar fragen sich viele, ob nun auf einer der Hauptachsen in Richtung Düren-Innenstadt wieder die ursprüngliche - weiß gekennzeichnete - Verkehrsführung gilt, oder ob sie sich an die gelben Markierungen halten müssen. Die Antwort gibt die Straßenverkehrsordnung, in der festgelegt ist, dass Gelb immer Vorrang hat. Warum aber ist die Verkehrsführung weiter so wie zu Baustellenzeiten - mit zwei Linksabbiegespuren in die August-Klotz-Straße und nur einer Geradeausspur? «Das hat sich während der Bauphase bewährt, so dass wir noch darüber nachdenken, ob wir diese Regelung generell beibehalten sollen», sagt Helmut Göddertz, Sprecher der Stadt Düren. Für Autofahrer sei das nach Ansicht der Experten die bessere Variante. Für Radfahrer bedeute dies aber, dass ihr besonderer Schutzstreifen in der Mitte der Fahrbahn entfällt. Eine Entscheidung werde bald getroffen. Ein weiterer Grund für die vorläufige Beibehaltung der geänderten Verkehrsführung seien die anstehenden Kanalarbeiten in der Stürtzstraße. «Wie der Verkehr im Zusammenhang mit dieser Maßnahme geleitet wird, muss noch entschieden werden», sagt Göddertz. Betroffen sei davon natürlich auch die Aachener Straße. Ich habe sofort heute in einem Schreiben an die Stadt meine Erwartung ausgedrückt, dass die von uns mitgetragenen Maßnahmen für einen besseren Verkehrsfluss in der Bauphase nun zurückgenommen werden. Eine längere Benachteiligung des Radverkehrs können wir nicht akzeptieren! Wir baten die Verwaltung, baldmöglichst wieder den Originalzustand herzustellen und auf eindeutige, fahrradfreundliche Markierungen zu achten. Fraktionsgeschäftsführer Georg Schmitz Stadtratsfraktion Bündnis90/ Die Grünen Hierzu nun leicht gekürzt die Antwort von Herrn Wingels vom Amt für Tiefbau und Grünflächen, die bei uns durchaus Verständnis weckte: Ich habe in der Verkehrs- und Bauausschusssitzung am 24.06.2010 zu der Gelbmarkierung am Knoten Aachener Straße/August-Klotz-Straße und zu den ab im Herbst 2010 beginnenden Kanal- und Straßenbaumaßnahmen in der Stürtzstraße, Bonner Straße und Oststraße ausgeführt. Hier noch einmal kurz die Fakten, die die Mitglieder des Verkehrs- und Bauausschusses überzeugten, dass bis zum Beginn der Baumaßnahme die Gelbmarkierung erhalten bleiben soll. Aus Gründen der Haltbarkeit (die Umleitung Bismarckbrücke hat immerhin 10 Monate gedauert) wurde die Gelbmarkierung als Dauermarkierung hier aufgebracht. Ein Wegbrennen bzw. Wegfräsen und Wiederaufbringung der gleichen Markierung vor den Herbstferien 2010 mit der Notwendigkeit, diese nach Abwicklung der Baumaßnahme dann wiederum zu entfernen, würde unweigerlich zu Schäden bzw. frühzeitigen Alterung der neuen Fahrbahndecke Aachener Straße führen. Dies wäre nicht zu verantworten. Die Wegnahme der Markierung mit der Folge, dass eine gewisse Zeit eine Schattenmarkierung existiert, und die Wiederaufbringung der Markierung würde zu einer unnötigen Verunsicherung der Verkehrsteilnehmer führen, zumal die eine gewisse Umgewöhnungszeit benötigen. Zur Verdeutlichung der Situation und zur Bekräftigung der Gelbmarkierung werden wir wiederum ein Schild mit der Spuraufteilung in Form eines Baustellenschildes aufsetzen. Ansonsten ist die gesamte Umleitungsstrecke mit Wiederfreigabe des Verkehrs auf der Bismarckbrücke in ihren ursprünglichen Zustand versetzt worden, d.h. sämtliche umleitungsstreckenbedingten Einschränkungen sind zurückgenommen worden und die ursprünglichen Ampelphasen laufen wieder. Damit sind die mit der Umleitung verbundenen Komforteinbußen für Fußgänger und Radfahrer schon seit Anfang Mai abgestellt. Ich hoffe, Ihnen mit diesen Ausführungen gedient zu haben. Zunächst gilt es aber das nächste große Bauprojekt mit maßgeblichen Einschnitten in die Verkehrsführung abzuwarten und ein Verkehrslenkungskonzept zu erarbeiten, in dem die vorhandene Gelbmarkierung wichtiger Bestandteil sein wird und das dem Verkehrs- und Bauausschuss nach der Sommerpause vorgestellt wird. In diesem Zusammenhang wird auch geprüft, ob die im Verkehrs- und Bauausschuss gemachte Anregung, zumindet den geradeausführenden Radfahrstreifen wieder in Betrieb zu nehmen, umgesetzt werden kann. |

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