Pressemitteilung in den Sommerferien: Im Kreis Düren wurde im Juli über insgesamt sinkende Unfallzahlen berichtet, die grundsätzlich ein Grund zur Freude sind. Jedoch stieg der Anteil der verunglückten Radfahrer um 4,5% auf insgesamt 117 Personen und Meldungen von verunglückten Radfahrern lesen wir im Sommer jede Woche in der Presse.
Bei der Betrachtung der Verunglücktenanzahl nach Zielgruppen bleibt festzuhalten, dass es bei den Kindern und Jugendlichen Anstiege zu verzeichnen gab.
Radfahren in Düren muss sicherer werden!
Während sich viele Städte auf den Weg gemacht haben, ein attraktives Radwegenetz zu schaffen und es dort sogar reine Fahrradstraßen gibt, wurde in Düren in den letzten Jahren zu wenig getan. Die Unfallstatistik zeigt auf, dass hier noch dringender Handlungsbedarf besteht.
Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Verena Schloemer: „Wenn auf schmalen Straßen beidseitig geparkt werden darf oder Verstöße nicht geahndet werden, Radfahrer durch rangierende Kraftfahrzeuge gefährdet und durch breite LKW abgedrängt werden, dann macht Radeln keinen Spaß. Dann sind auch viele Eltern verständlicher Weise nicht bereit, die Kinder mit dem Rad zur Schule fahren zu lassen. Werden diese Kinder dann mit dem Auto zur Schule gebracht, so nimmt dadurch der Verkehr und somit das Risiko insgesamt auch wieder zu.“
Dies sind für die Grünen Gründe, das Radwegenetz in der Innenstadt weiter zu verbessern, - auch wenn dann einzelne Parkplätze dadurch entfallen oder durch zusätzliche Einbahnstraßen kleinere Umwege für Kraftfahrer entstehen können.
„Außerdem ist es dringend erforderlich, falsches Parken auf Geh- und Radwegen, sowie das unzulässige Befahren der Umweltspuren vor Rathaus, Annakirche und Stadtcenter viel stärker zu ahnden“, so der verkehrspolitische Sprecher, Georg Schmitz.
„An der Annakirche fahren z.B. abends teilweise über 20 PKW je Stunde verbotener Weise in Richtung Kaiserplatz“, hat der Grünen- Stadtrat gezählt. Er hat auch festgestellt, dass selbst der Marktplatz inzwischen am Abend mit PKW´s befahren wird.
Liebe Dürenerinnen und Dürener!
Endlich wieder so richtig schönes Bikewetter! Also, raus mit dem Fahrrad aus dem Keller und rein in die Natur. Auch wenn wir sagen, dass noch einiges besser werden soll, so darf dies Sie nicht abhalten. es gibt auch viele schöne Alternativen zu den üblichen Hauptrouten, z.B. durch Grünanlgen, an der Rur oder durch Wohngebiete.
Doch auch im Alltag sollte das Radfahren Freunde machen und sicher sein. Dafür setzen wir uns seit Jahren ein. Mit kritischen Anmerkungen zu Sachverhalten oder Planungen wollen wir keineswegs eine Negativsptimmung erzeugen, sondern wir wollen nur, dass mehr für den Radverkehr getan wird! Wie fast in jedem Jahr, zeigen wir auch 2010 wieder Problembereiche auf und machen Vorschläge, wo man etwas besser machen könnte. Und wir freuen uns sehr, dass sich inzwischen BürgerInnen mit Mails zu diesem Thema an uns wenden. So erhielten wir u.a. eine "Mängelliste Radfahren in und um Düren". Der verkehrspolitische Sprecher, Georg Schmitz, hat einige Stellen davon fotografiert und in Klammern hinter die Problembeschreibung seine Kommentare geschrieben. Außerdem hat er einige Beispiele für die Unsitte des Parkens auf Fuß - und Radwegen im Bild festgehalten. Vielleicht schicken auch Sie uns Ihre Anregungen? Weitere Bilder finden Sie in der Themensammlung "Schutzstreifen"!
| | | Immer wieder das Gleiche: Parken auf Fußweg | | | |
| | | Parken auf dem Fußweg - da helfen selbst Poller nicht! | | | |
| | | Das Parkverbot wird mißachtet | | | |
Fahrradstreifen werden häufig beparkt: • Josef-Schregel-Straße zwischen Kreuzung Alte/Neue Jülicher Straße und Eisenbahnstraße/Fritz-Erler-Straße in beiden Richtungen; auch die vorgegebenen Parkbuchten werden nicht eingehalten, die Autos parken oft halb auf der Straße. • Schützenstraße ab Post Richtung Norden bis Marienstraße, dort fehlen die Parkmarkierungen
| | | Autos stehen oft zu weit vom Bordstein weg. Nur heute nicht ... | | | |
• Weierstraße vom KOMM Richtung Innenstadt • Veldener Straße (Birkesdorf) Richtung Stadt zwischen m-real und Kreuzung Neue Jülicher Straße; besonders morgens, nachmittags und am Wochenende parken hier LKW, Linienbusse und Altmetallsammelautos, die besonders in der Kurve oft mit dem Heck in Augenhöhe in den Radweg ragen. (Man müsste entweder die Straße auf eine Fahrbahn verengen und den Schutzstreifen dabei neu markieren, oder aber das Parken von LKW unterbinden.)
Straßenlaternen stehen im Weg: • Bahnunterführung Josef-Schregel-Straße Richtung Norden. Dort, wo unter der nördlichen Unterführung eine Laterne auf dem Radweg steht, ist unglücklicherweise auch noch der Fußweg durch einen Stromkasten verengt, außerdem kommen oft Fußgänger (natürlich auch mal Radfahrer) vom Bahnhofsparkplatz entgegen, die häufig auf den Radweg laufen und erst sehr spät gesehen werden können. Mögliche Lösung: Laterne an die Unterführung hängen. (Ja, das ist tatsächlich eine sehr gefährliche Ecke und ein guter Lösungsansatz.)
| | | Am Bahnhof | | | |
| | | Markierung Radweg fehlt am ZOB | | | |
• Bahnunterführung S.-Philipp-Straße Richtung Norden. Kurz nachdem der Radweg wieder markiert ist, muss man wegen der Laterne auf den Fußweg. Einige Meter weiter (zw. Stolzestrasse und Fritz-Erler-Str.) teilen sich Radfahrer und Fußgänger den Weg, ohne dass dies für Fußgänger an Markierungen erkennbar ist, das gibt Probleme.
Ungünstige/nicht vorhandene Radwegführung und Beschilderung: • Wirteltorplatz! Kommend aus Richtung Bismarckstraße gibt es weder eine Lenkung für Geradeausfahrer (man wird zwar auf den Fußweg gelotst, kommt aber nicht mehr auf den Radweg) noch für Linksabbieger. Es kann nicht angehen, dass man zu Fuß über zwei Ampeln gehen muss, die dann noch sehr unglücklich geschaltet sind. (Das machen wir schon lange zum Thema. Als Linksabbieger kann man sich bei Rot vor die wartenden Autos stellen, denn dort ist eine Aufstellfläche vorgesehen. In der Praxis klappt das aber nicht so recht. Gradeaus fährt man am Cafe vorbei auf dem Fußweg und dann durch Sperrstäbe hindurch und somit sehr spitz wieder auf den Schutzstreifen. Auch diese Lösung ist nicht wirklich komfortabel für den Radverkehr. Aus Platzgründen fällt mir aber auch keine ganz optimale Lösung ein. Wäre auf Ideen der Verkehrsplaner gespannt.)
| | | Aufstellfläche ist vorhanden, aber es klappt doch schlecht! | | | |
| | | Einfädelung gegenüber Kaufhof | | | |
• Gewerbegebiet Im Großen Tal: Ausfahrt aus der Willi-Bleicher-Straße in die L 257 (Thomas-Mann-Straße). Es gibt für Autofahrer keine Warnung, dass hier die Radfahrer von beiden Seiten kommen können, und der Radweg ist für Autofahrer in beide Richtungen genauso wenig einsehbar wie die Straße für Radfahrer (und bergab ist man ja doch relativ schnell auf dem Fahrrad!) • Für Radfahrer, die aus dem Weidenpesch von Birkesdorf nach Arnoldsweiler fahren, ist die Situation vor der Kreuzung über die B56 sehr ungünstig, da man im Kreuzungsbereich zur Ringstraße auf die linke Seite wechseln muss (im Berufsverkehr fast unmöglich), dann die Ringstraße überqueren muss, um zur B56 zu gelangen. Hier könnte ein kurzes Stück Radweg auf der rechten Seite (genug Platz ist vorhanden) bis zur Kreuzung einfache Abhilfe schaffen. Im Kreuzungsbereich B56 sind sogar die Inseln für eine entsprechende Radwegquerung bereits vorhanden.
Schlechte Radwegqualität • In Höhe des Amtsgerichts (A.-Klotz-Str. Richtung Süden) ist auf dem Radstreifen eine Kuhle, die bei Regen zur tiefen Pfütze wird. • Auch an der Kreuzung Bismarckstr./Brückmannstr. Richtung Osten ist am Fußgängerüberweg vor der Bushaltestelle eine tiefe Kuhle. An der Ampel wartende Fußgänger und Radfahrer werden bei Regen von ankommenden Bussen durchnässt.
Kreuzungen: • Fritz-Erler-Straße/S.-Philipp-Straße/Veldener Straße in Richtung Norden ist das Geradeausfahren durch die Rechtsabbiegerspur sehr unübersichtlich. Als Radler ist man gezwungen, sich sehr weit nach hinten umzudrehen, um zu sehen, ob sich ein Auto nähert , dann schwenkt der Radweg in einem rechten Winkel über die Straße.(Selbes Problem: Arnoldsweiler Brücke aus Richtung Schöllerstraße) Dazu kommt, dass man gleichzeitig auf die Ampel achten muss, deren Schaltung irritierend ist. Wenn die erste Hälfte des Fußgängerüberweges schon rot zeigt, leuchtet im zweiten Teil noch die grüne Ampel. Darf ich als Radfahrer dann noch fahren, da doch der Radweg eindeutig nicht über die Mittelinsel führt? Die Autos haben ja auch noch grün. Bremse ich aber, so irritiere ich entgegenkommende links abbiegende Autofahrer, die vermuten, dass ich noch grün habe, weil sie das auf der für sie sichtbaren Ampel so sehen. Sie bremsen also und wundern sich, dass ich nicht fahre.
Außerdem dürfte die Ampelschaltung abends gerne dahingehend geändert werden, dass die Fahrzeuge aus beiden Richtungen der Fritz-Erler-Straße gleichzeitig fahren dürfen. Häufig steht alles still an dieser Kreuzung, weil nur die Ampel für Fahrzeuge aus Richtung DSB grün ist, von dort aber gar kein Fahrzeug kommt. Nicht abgesenkte Mittelinseln auf dem Radweg: • Kreuzung Brückenstraße/Schöllerstraße • B56 an der Einfahrt zum Park&Ride-Parkplatz neben der Autobahn • L257 nach Arnoldsweiler an Kreuzung Willi-Bleicher-Str.
Ampelschaltungen
• B56/L257/Ringstraße aus Arnoldsweiler kommend haben die Radler grün, die aus der Ringstraße kommenden links abbiegenden Autofahrer aber sehen nur das Rot für die Fußgänger und fahren los. Besonders für Kinder auf dem Rad gefährlich.
- Drückampeln , besonders stören sie - an der Bahnhofskreuzung (Fritz-Erler/Eisenbahn-/Josef-Schregel-Straße) - an der B56 (Ecke Nordstraße: man muss sogar für’s Geradeausfahren drücken!!!), - auch alle B56 –Überquerungen - Zollhausstraße/Weidenpesch: ganze Grundschulklassen müssen die Zollhausstraße auf dem Weg zur Sporthalle queren. Die Ampelphase dafür ist nur kurz, dafür muss man auch sehr lange darauf warten
Im Winter nicht geräumte Radwege • Der Radweg an der L257, der ja für beide Richtungen zu befahren ist, wurde überhaupt nicht geräumt • Radweg an der Eisenbahnstraße bergauf auch nicht
Fragen: Warum wurden in Düren viele von vielen Fußgängern genutzte Kreuzungen mit Drückampeln ausgestattet, die jeden Zu-Spät-Kommenden gegebenenfalls im Regen stehen lassen? (Ja, warum? damit Autos besser durch kommen....) Zudem sind die Schaltungen so ausgelegt, dass es erst bei der übernächsten Grünphase nützt, wenn man kurz vor dem Grün-Werden für die Autos auf den Knopf drückt. Ist es möglich, an der DKB-Haltestelle „Prof-Hahn-Straße“ (Linie 205), die morgens von vielen Schülern genutzt wird, ein Haltestellenhäuschen aufzubauen? Auch die in der Umgebung wohnenden Senioren würden sich sicher freuen... Kann die Dorfstraße in Birkesdorf zur Einbahnstraße in Richtung Kath. Kirche gemacht werden? Sie ist sehr eng, die sowieso schon schmalen Fußwege sind an vielen Stellen zugeparkt (Pech für die Grundschüler?) und zum Krankenhaus kommen sogar die Rettungswagen auch nur durch Einbahnstraßen. Würden Sie den Einbahnstraßenteil der Effertzgasse für Radfahrer in Gegenrichtung freigeben? Wo komme ich in Düren an ein Car-Sharing-Angebot? (Das Testangebot ist vor Jahren aus versch. Gründen gescheitert. Wir würden eine Neuauflage sehr begrüßen. Wir möchten aber auch die Idee des Nachbarschaftsautos nochmals erwähnen. Vertragsentwürfe gibt es beim Verkehrsclub Deutschland VCD.)
Diese Auflistung wird demnächst fortgeführt! |