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Ortsverband Düren 
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Neue Einbürgerungen (Mai 2011)

Neue Staatsbuerger erhielten ihre Einbuergerungsurkunden (aus www.dueren.de)

Zum zweiten Einbuergerungstermin in diesem Jahr hatte die Stadt Dueren in das Rathaus eingeladen. Im Ratssaal erhielten 23 Erwachsene und 17 Kinder aus zwoelf Nationen ihre Einbuergerungsurkunden aus den Haenden von Buergermeister Paul Larue. Die neuen Staatsbuerger kommen aus Afghanistan, Frankreich Indien, Irak, Kroatien, Liberia, Marokko, Mazedonien, Nepal, Polen, Russland und der Tuerkei. In lockerer und familiaerer Atmosphaere fuehrte Paul Larue mit allen ein kurzes Gespraech und gratulierte ihnen im Namen der Stadt Dueren zur deutschen Staatsbuergerschaft. Glueckwuensche gab es auch von Melanie Kaiser und Katharina Krueger von der Auslaenderabteilung der Stadtverwaltung, die zusammen mit Monika Guetat den Prozess der Einbuergerung von der Antragstellung bis zur Verteilung der neuen Pässe im Buergerbuero begleitet haben.
Mit dabei war auch Ilker Sakali, der zukünftig in unserer Grünen - Fraktion mitarbeitet. Herzlich willkommen!
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Unser neues Fraktionsmitglied:

Fraktion: Ilker, stell dich doch erst einmal kurz vor.

Ilker: Ich heiße Ilker Sakalli, bin am 7.2.1984 in Düren geboren worden. Nach dem Besuch der Grundschule St. Bonifatius und der Heinrich-Böll Gesamtschule habe ich eine Ausbildung zum Chemikanten im Jahr 2004 erfolgreich beendet. Nach knapp 5 Jähriger Berufstätigkeit habe ich mich entschlossen, meine Fachhochschulreife zu erwerben, die ich im Mai 2010 auch erlangt habe und im Anschluss daran habe ich angefangen, an der FH Aachen im Campus Jülich "Angewandte Chemie" zu studieren und hoffe im Jahr 2013 meinen akademischen Abschluss zu absolvieren.

Fraktion: Du bist vor kurzem eingebürgert worden, bist also Deutscher geworden. Wie war dieser Prozess und wie lange hat er gedauert?

Ilker: Im Oktober habe ich einen Antrag auf die deutsche Staatsbürgerschaft gestellt. Die Vorraussetzungen waren erfüllt, u.a., weil ich fließend deutsch spreche und schreibe. Nachdem ich die Einbürgerungszusicherung erteilt bekommen hatte, stellte ich einen Antrag im türkischen Konsulat für die Ausbürgerung. Im April habe ich dann die Ausbürgerungsbestätigung erhalten. Diese und die Übersetzung habe ich dann bei der Ausländerbehörde abgegeben und am 17. Mai konnte ich meine Einbürgerungsurkunde bekommen.

Fraktion: Was war für dich die Motivation dazu?

Ilker: Dazu könnte ich einen Roman schreiben. Es gibt sehr viele Gründe, die mich dazu veranlasst haben Deutscher Staatsbürger zu werden. Aber einer der wichtigsten war, zu wählen und in der Politik mitwirken zu können. Ich will in dem Land, in dem ich geboren wurde, zur Schule gegangen bin, meine Ausbildung gemacht habe und studiere, mit entscheiden, wer meine Interessen vertreten soll.

Fraktion: Wie bist du zeitgleich zu den Grünen gekommen?
Wie wurdest du aufgenommen?

Ilker: Ich habe seit meiner Jugend Interesse an Politik. Ich habe mir lange die Parteien angeschaut und habe dann festgestellt, dass die Grünen mich am meisten überzeugen und meiner Philosophie entsprechen. Kurz vor meinem Studium habe ich dann Kontakt aufgenommen und war sehr positiv überrascht wie freundlich ich aufgenommen wurde und wie sorgfältig ich Informationen über die Kommunalpolitik bekommen habe. Zusätzlich hatte ich die Möglichkeit, eine politische Reise nach Berlin zu unternehmen und ein Seminar in Düsseldorf über Kommunalpolitik zu besuchen.

Fraktion: Als Deutscher darfst du nun auch in der Grünen Fraktion mitarbeiten. Du bist für den Schulausschuss vorgeschlagen. Was möchtest du dort anpacken. bzw. was ist dein Schwerpunkt?

Ilker: Als erstes möchte ich meine Ziele in der Politik vorstellen. Eines der größten Probleme ist die Integration. Da ich selbst einen Migrationshintergrund habe, kenne ich mich mit den Problemen, mit denen Kinder, Jugendliche und als junge Erwachsene konfrontiert werden, sehr gut aus und kenne die entsprechenden Lücken. Diese Probleme werde ich in den kommenden Jahren erwähnen und Lösungen vorschlagen. Eine weitere Schwierigkeit stellt die Schulpolitik in Deutschland dar. Wie die PISA –Studie bestätigt, liegen wir in Europa immer noch im Mittelfeld und NRW liegt im Vergleich zu den Bundesländern ebenfalls im Mittelfeld. Auch in Düren haben wir ein sehr großes Problem. Die 3 Hauptschulen (St.Josef, Birkesdorf und Gürzenich ) werden im kommenden Schuljahr 11/12 nur mit Problemen mehr als eine Klasse bilden können und wenn die Prognose so weiter verläuft, glaube ich nicht mehr, dass in 3-4 Jahren noch jeweils eine Klasse zu bilden ist. Außerdem sind die Gesamtschulen überfüllt und vielen Schülern wurden Absagen erteilt. Ich schlage vor, eine weitere Gesamtschule in Düren einzuführen, damit die Schüler, denen abgesagt wurde und die wenigen Schüler, die auf die Hauptschule müssen, mit dem Aufwind einer Gesamtschule wieder auf Erfolgskurs kommen. Bildung ist der Grundstein für Erfolg, Integration, umweltbewusstes Handeln und Gerechtigkeit.
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