Drover Heide
| Hier finden Sie versch. Informationen zur Drover Heide. Ende 2007 ist die Diskussion um das Wegekonzept wieder neu aufgeflammt. Die Grünen unterstützen die Forderung der Naturschutzverbände, keine weiteren Wege zu öffnen. Eine ausführliche Stellungnahme des BUND finden Sie hier: www.bund-dueren.de Allgemeine Infos und Wegeplan: www.biostation-dueren.de/droverheide.html "Maßnahmen zur Pflege und zum Schutz der Natur sowie zur Besucherlenkung in der Drover Heide nach dem Abzug der Belgischen Streitkräfte" Infos von Heidrun Düssel-Siebert und Oliver Krischer, aus einem Pressegespräch der Biostation am 05. Januar 2005 im Kreishaus Düren und versch. aktuelle Nachträge zur jeweils aktuellen Situation! Bedeutung der Drover Heide Etwa die Hälfte des ca. 700 ha großen Gebiets ist Offenland, die andere Hälfte Wald. Durch die Jahrzehnte dauernde militärische Nutzung haben sich auf der Fläche des Truppenübungsplatzes "Drover Heide" großflächige Offenlandbiotope (z. B. Caluna-Heide) erhalten, die zu den bedeutensten in NRW zählen. Entsprechend genießt die Drover Heide europäischen Schutzstatus als FFH- und EU-Vogelschutzgebiet. Dut-zende von bedrohten Tier- und Pflanzenarten haben hier ihren Lebensraum (z. B. typische Heidevögel wie Ziegenmelker, Schwarzkehlchen, Heidelerche). Der ökologi-sche Wert des Gebiets hat sich in den letzten Jahren durch gezielte Biotopmanage-mentmaßnahmen der Biologischen Station und des Bundesforstamtes z. T. noch verbessert. Abzug der belgischen Streitkräfte Ein Teil der ökologischen Bedeutung der Drover Heide rührt aus der durch die militärische Nutzung bedingten Störungsarmut des Gebiets. Der schon länger angekün-digte und nun kurzfristig erfolgte Abzug der belgischen Streitkräfte erfordert eine völlig neue Konzeption für das Gebietsmanagement. Hier hat die Biologische Station im vergangenen Jahr umfangreiche Vorbereitungen getroffen. Flächenerwerb durch die NRW-Stiftung Sofern sich keine militärische Anschlussnutzung ergibt, beabsichtigt auf Initiative der Biologischen Station die NRW-Stiftung die Fläche von Bund als aktuellem Eigentümer für Naturschutzzwecke zu erwerben. Eine endgültige Entscheidung hierüber steht aber noch aus. Das geplante Engagement der Stiftung verdeutlicht die landesweite Bedeutung der Drover Heide. Besucherlenkungsmaßnahmen Auf Basis eines mit dem Gemeinden Kreuzau und Vettweiß sowie dem Kreis Düren abgestimmten Wegekonzepts soll die Drover Heide naturverträglich für Besucher zugänglich gemacht werden. Dies dient dem Schutz der dort lebenden Tier- und Pflanzenarten. Konkret beinhaltet die Besucherlenkung die Kennzeichnung von begehbaren Wegen durch Schilder, Pfähle, Bohlenstege usw. Geplant sind außerdem mehrere Informationstafeln und zwei Aussichtstürme. Pflege- und Naturschutzmaßnahmen Die Offenlandflächen sollen in Zukunft mit angepassten Nutztierrassen beweidet und so ihr Charakter erhalten werden. Darüber hinaus erfolgen weiterhin spezielle Entbuschungsmaßnahmen und gezielte Artenschutzmaßnahmen (z. B. Anlage von Amphi-bienlaichgewässern). Beschäftigungsprojekte Die Umsetzung dieser Maßnahmen soll - wo immer möglich und sinnvoll - im Rahmen von Beschäftigungsprojekten erfolgen. Hierzu ist eine Kooperation mit einem lokalen Beschäftigungsträger (Fa. low-tec) in Vorbereitung. Förderung durch die EU und das Land NRW Im Rahmen der Ziel-2-Förderung sind auf Antrag der Biologischen Station 360.000 € aus Mittel der EU und des Landes NRW zur Umsetzung der o. a. Maßnahmen zur Verfügung gestellt worden. Auch dies verdeutlicht die Bedeutung der Drover Heide für den Naturschutz. Zukünftige Betreuung des Gebiets Die Biologische Station wird auch in Zukunft das Gebiet im Auftrag der NRW-Stiftung - sofern sie Grundeigentümerin wird - betreuen. Dies soll selbstverständlich in Kooperation mit den Gemeinden, dem Kreis Düren und dem zuständigen Forstamt Eschweiler geschehen. Appell an Besucher Durch den kurzfristigen Abzug der Belgier und dem schwebenden Status der Drover Heide sowie dem Fehlen von in der Örtlichkeit erkennbaren Besucherlenkungsmaßnahmen ist eine Grauzone hinsichtlich der Betretungsmöglichkeiten - ohnehin nur auf eigene Gefahr - entstanden. Zum Schutz der Heide und ihrer Tiere und Pflanzen bitten wir Besucher um die Einhaltung folgender Regeln:
</ul> Derzeit, im Januar 2005, ist durch den vorzeitigen Abzug der Belgier kurzfristig so eine Art rechtsfreier Raum auf dem Gelände entstanden. So wurden schon Mopedfahrer gesehen, die einfach so durch die Heide fahren. Voraussichtlich erst am 01.02.05 kann die Naturschutzgebietsverordnung in Kraft treten. Dann sieht das wieder anders aus und der Moped-Fahrer verstößt gegen geltendes Recht. Nachfolgend einige Eindrücke, von Georg Schmitz aufgenommen am 22.1.05, einem meist unfreundlichen Wintertag. Nachtrag / Aktuelle Warnung: Auf Grund von Munitionsfunden wird derzeit vor dem Betreten der Drover Heide akut gewarnt! Der Kampfmittelräumdienst führt weitere Erkundungen durch! Bitte haben sie noch etwas Geduld, bis die Wege geprüft sind und die Munition beseitigt ist und eine offizielle Freigabe erfolgt! 3.4.05: Leuten, die das Gerücht umhergehen lassen, man wolle mit der Information über Munitionsreste nur Menschen aus der Drover Heide heraushalten, möchten wir sagen: 1.) Aller Voraussicht nach werden auch die geplanten Exkursionen der Biostation abgesagt, weil sie schon aus versicherungstechnischen Gründen nach den klaren Aussagen des Kampfmittelräumdienstes nicht verantwortbar sind. 2.) Das Wegekonzept ist schon seit fast zwei Jahren fertig und abgestimmt. Für die Umsetzung (Markierungen, Info-Tafeln, Beweidung, Stege usw. usw.) stehen knapp 400.000 € bereit. Wäre das vorher in diesem Ausmaß absolut nicht absehbare Kampfmittelproblem nicht dazwischegenkommen, hätten bis Ende April 2005 schon wesentliche Teile umgesetzt werden können. Da aber jetzt zuerst jeder Quadratmeter abgesucht und ggf. geräumt werden muss, wird sich diese Umsetzung um mindestens ein halbes Jahr verzögern. und 3.) Auch die CDU Bürgermeister der Nachbargemeinden waren vor den Munitionsresten in der Drover Heide, es ist also sicher keine Idee von Naturschützern, vor Munitionsresten zu warnen! | |||||||||||||||||||||||||||
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