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Biogasanlage in Nörvenich (Herbst 06)

Pressemitteilung GRÜNE Kreisverband Düren: Reiner Priggen (MdL) besuchte Biogasanlage in Nörvenich-Hochkirchen

Die erste und bisher (noch) einzige Biogasanlage im Kreis Düren steht in Nörvenich-Hochkirchen. Grund genug für Reiner Priggen, MdL und energiepolitischer Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion sowie interessierte Grüne Mitglieder aus Nörvenich und dem Kreis Düren sich über die Anlage unter fachkundiger Führung des Betreibers zu informieren. Eingeladen dazu hatte Werner Schering, Vorsitzender der GRÜNEN Ratsfraktion in Nörvenich.

Biogasanlagen zur Produktion von Strom und Wärme erleben derzeit einen Boom in Deutschland, denn das durch Vergärung produzierte Gas aus Pflanzenresten ist eine umwelt- und klimafreundliche Alternative zu Öl oder Erdgas. Dazu wird bisher zumeist auch Gülle aus der Tierhaltung eingesetzt, doch in Nörvenich setzt Betreiber Paeffgen voll auf nachwachsende Rohstoffe ("NaWaRos"). Das ist z. B. Mais, der auf Feldern in der Umgebung der Anlage in Nörvenich angebaut wird.

Beim Rundgang über das Gelände wurde allen Teilnehmern klar, dass eine moderne Biogasanlage High-Tec ist. Die biologischen Prozesse brauchen optimale Bedingungen, damit möglichst viel Biogas entsteht. Deshalb steuert ein Computer die Anlage und alarmiert das Wartungspersonal über Handy, wenn etwas nicht optimal läuft. Am Ende speist der Gasgenerator mit einer Leistung von 500 Kilowatt soviel Strom ins Netz ein, der zur Versorgung von mehreren hundert Haushalten reicht. Die anfallende Wärme wird im landwirtschaftlichen Betrieb selbst genutzt. In Kürze soll ein zweiter Generator hinzukommen, so dass die Leistung der Anlage, die erst in diesem Jahr in Betrieb gegangen ist, sogar auf 1 Megawatt steigt.

Reiner Priggen zeigte sich begeistert, dass die Biogastechnologie nun auch in Ackerbauregionen wie dem Kreis Düren Einzug hält: "Die meisten Anlagen gibt in NRW bisher in Gegenden mit intensiver Tierhaltung, z. B. im Münsterland. Die Weiterentwicklung der Technik macht das Biogas jetzt auch für die Ackerbauern interessant. Das bietet neue Einkommensperspektiven für unsere Landwirtschaft, leistet einen Beitrag zum Klimaschutz und macht uns unabhängiger von teuren Energieimporten. Ohne das von den GRÜNEN durchgesetzte Erneuerbare-Energien-Gesetz, das Betreibern wie Herrn Paeffgen Planungssicherheit gibt, wäre ein solche Entwicklung nicht denkbar."

Bild 1 (Gruppe vor den Biogasfermentern)
Bild 2 (Betreiber Paeffgen (links) im Gespräch mit Reiner Priggen)
Biogasanlage Nörvenich
Biogasanlage Nörvenich Zoom

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