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Ortsverband Düren 
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Steinkauzgutachten Düren (2007)

Im Oktober 2007: Wir Grünen in Düren haben mehrfach die Veröffentlichung des Steinkauzgutachtens angemahnt, welches im Zusammenhang mit den Planungen des Baugebietes Kaisersbenden beauftragt wurde.
Nun ist das Gutachten "still und heimlich" öffentlich gemacht worden.
Die Beschlussvorlage 2007/0293 "Bebauungsplan Nr.7/354 Auf den obersten Laachen" in Düren Derichsweiler" aus dem August 2007 kommt nun in die Beratungen der städtischen Gremien. Diese Vorlage enthält als Anlage 5 das Steinkauzgutachten.
Hier die Zusammenfassung: Von Sommer 2004 bis Sommer 2005 wurde vom Büro für Ökologie und Landschaftsplanung (von Diplom-Biologe Hartmut Fehr) im Auftrag der Stadt Düren eine Kartierung artenschutzrechlich relevanter Tiergruppen am Ortsrand von Derichsweiler vorgenommen. Erfasst wurden die Vögle, inklusive des besonders zu berücksichtigenden Steinkauzes, die Fledermäuse und der Feldhamster. Der Steinkauz besetzt am westlichen Ortsrand 3 Reviere zwischen "Im Lintes" und der K27. Am östlichen Ortsrand existiert ein weiteres langjähriges Brutrevier, welches vermutlich aufgrund von Störungen durch das neue Baugebiet "Hinter Pastorsgarten", im Jahr 2005 nicht besetzt war.
Neben dem Steinkauz wurden eine Reihe weiterer seltener und gefährdeter Vogelarten kartiert, insbesondere Schwarzkehlchen (mehrere Brutpaare), Feldschwirl, Schleiereule, Grünspecht, Schlafstelze, Wiesenpieper u.a.! Insgesamt 64 Vogelarten wurden gefunden, außerdem 6 Fledermausarten. Die Arten und ihre Vorkommensbereiche stützen die avifaunistischen Daten. Auch hier gibt es einen Schwerpunkt am westlichen Ortsrand und in Teilbereichen des östlichen Ortsrandes. Aus den Vorkommen artenschutzrechtlich bedeutsamer Vögel- und Säugetierarten lassen sich Bereiche differenzieren, die vor dem Hintergrund der Belange des Schutzgutes Fauna entweder problemlos baulich zu entwickeln sind oder solche, für die aus artenschutzrechtlichen Gründen nicht mit einer Durchführbarkeit zu rechnen ist. Entsprechende Darstellungsvorschläge für den Flächennutzungsplan werden gemacht.
Auf Seite 16 ist ganz eindeutig zu lesen:
"Im gesamten Bereich Kaisersbenden ist eine Neudarstellung von Wohn- oder Mischbauflächen aus artenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich!


Zuvor schrieben wir an dieser Stelle schon im April 2007 nachfolgenden Text - leider erfolgte keine Reaktion!

Liebe Freundinnen und Freunde, sehr geehrte Damen und Herren!
Das Thema Steinkauzgutachten läßt uns einfach nicht los, deshalb zu ihrer und eurer Kenntnis unser Schreiben an Bürgermeister Larue und die Presse, sowie anschließend das Schreiben an den Landrat.

Herrn Bürgermeister Larue
- im Hause -

Offener Brief zum Steinkauzgutachten
Sehr geehrter Herr Larue,
nach Diskussionen um das Baugebiet Kaisersbenden in Derichsweiler wurde vor langer Zeit ein Steinkauzgutachten für den Ort in Auftrag gegeben.
Es wurde dann ein zweites – und wie der Presse nun zu entnehmen war – sogar ein drittes Gutachten in Auftrag gegeben. Die weiteren Untersuchungen wurden ohne politische Beratung und Genehmigung von der Verwaltung eigenmächtig vergeben. Wir haben nur per Akteneinsicht Informationen aus dem ersten Gutachten erhalten können. Das Ergebnis des ersten Gutachtens besagte eindeutig, dass eine Bebauung der Fläche Kaisersbenden in Derichsweiler aus Artenschutzgründen nicht möglich ist. Trotz zahlreicher Mahnungen unsererseits wurden sämtliche Untersuchungen weder uns zur Verfügung gestellt noch ordnungsgemäß öffentlich gemacht, - obwohl genau dies mehrfach von der Verwaltung versprochen wurde.

Geschehen ist Nichts!
Dieses Verhalten der Verwaltung ist ein Skandal, für den Sie als Stadtspitze verantwortlich sind.
Wir fordern Sie hiermit auf, die Gutachten binnen einer Woche zu veröffentlichen.

Beschwerde über das Verhalten der Stadt bezügl. Steinkauzgutachten

Sehr geehrter Herr Spelthahn,
nach Diskussionen um das Baugebiet Kaisersbenden in Derichsweiler wurde vor langer Zeit ein Steinkauzgutachten für den Ort in Auftrag gegeben.
Es wurde dann ein zweites – und wie der Presse nun zu entnehmen war – inzwischen sogar ein drittes Gutachten in Auftrag gegeben. Die weiteren Untersuchungen wurden ohne politische Beratung und Genehmigung von der Verwaltung eigenmächtig vergeben. Wir haben nur per Akteneinsicht Informationen aus dem ersten Gutachten erhalten können. Das Ergebnis des ersten Gutachtens besagte eindeutig, dass eine Bebauung der Fläche Kaisersbenden in Derichsweiler aus Artenschutzgründen nicht möglich ist. Trotz zahlreicher Mahnungen unsererseits wurden sämtliche Untersuchungen weder uns zur Verfügung gestellt noch ordnungsgemäß öffentlich gemacht, - obwohl genau dies mehrfach von der Verwaltung versprochen wurde.

Geschehen ist Nichts! Dieses Verhalten der Verwaltung ist ein Skandal, für den der Bürgermeister als Stadtspitze verantwortlich ist. Wir bitten Sie hiermit, dieses Vorgehen im Rahmen Ihrer Kommunalaufsicht zu bemängeln. Bitte wirken Sie auf den Bürgermeister ein, damit die Gutachten schnellstmöglich veröffentlicht werden. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf!
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Kirche Derichsweiler
Kirche Derichsweiler Zoom

Steinkauz in Derichsweiler
Steinkauz in Derichsweiler Zoom

Streuobstwiese Derichsweiler
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