Dortmund hat es vorgemacht: Grüne fordern ein Sozialticket für den Kreis Düren
Die Grünen fordern die Einführung eines Sozialtickets im Kreis Düren. Das hat die Kreistagsfraktion der Grünen in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Ein solches Ticket sollen zum monatlichen Preis von 15 Euro pro Person alle Bezieher von ALGII oder vergleichbarer Leistungen erwerben können. Damit können öffentliche Verkehrsmittel innerhalb der Wohnortgemeinde genutzt werden. Einen entsprechenden Antrag werden die Grünen in den Kreistag einbringen.
Oliver Krischer, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag: "Im sog. Regelsatz von Hartz-IV-Leistungen sind knapp 15 Euro monatlich für die Nutzung von Verkehrsdienstleistungen vorgesehen. Aber schon ein Einzelticket der Preisstufe 1 im AVV kostet 2,20 Euro, eine Monatskarte zwischen 41,70 und 48,00 Euro, im Abo 34,75 bis 40 Euro. Hartz-IV-Empfänger müssen also das zwei- bis dreifache dessen aufwenden, was sie für die Nutzung Verkehrsleistungen erhalten, wenn sie nur in ihrer Gemeinde mobil sein wollen. Damit dieses Missverhältnis aufgehoben wird und auch die Empfänger von Hartz-IV-Leistungen eine Chance auf Mobilität haben, gleicht nach unserem Vorschlag der Kreis Düren die Differenz zwischen 15 Euro und den regulären Ticketpreisen aus. Als Optionskreis, der sich ein besonderes Engagement für von Hartz IV betroffene Menschen auf die Fahne geschrieben hat, ist das leistbar. Die Mehrkosten bewegen sich in einem überschaubaren Rahmen, weil mit dem Sozialticket auch mehr Menschen den ÖPNV im Kreis Düren nutzen werden. Das erhöht die Auslastung der Busse und Bahnen und damit auch die Kostendeckung bei den Verkehrsunternehmen - vor allem der Dürener Kreisbahn (DKB).
Wir hoffen auf breite Unterstützung unserer Initiative im Kreistag. Ein Sozialticket hat die Stadt Dortmund im vergangenen Jahr mit großem Erfolg eingeführt. Es gibt keinen Grund, dass das, was in Dortmund erfolgreich praktiziert wird, in Düren nicht funktioniert." |
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