Rurtalbahn nach Baal (Juli 09)
Jahrelang haben wir Grünen die Reaktivierung der Bahnverbindung zwischen Linnich und Baal (oder ersatzweise ggf. Lindern) gefordert.
Meist sind wir dafür nur belächelt worden. Zum Glück hatten wir bisher immer den Zweckverband AVV mit Herrn Sistenich hinter uns, denn der AVV hatte diese Verbindung immer in der langfristigen Planung. Nun gibt es neuen Wirbel um diese Relation. Die Dürener Zeitung vom 30.07. schreibt, dass sich der Landrat gegen eine Streichung dieser Pläne beim (nun neuen) Zweckverband NVR ausspricht. Zum Text bei www.az-web.de Wir begrüßen natürlich ausdrücklich, dass der Landrat diese Meinung vertritt! Wir haben versucht, die Pressemeldung, auf die sich der Landrat bezieht, beim NVR zu finden. Auf Nachfragen haben wir nun erfahren, dass lediglich eine individuelle Presseanfrage unglücklich beantwortet wurde. An der Einstufung im "erweiterten Bedarf" habe sich nichts geändert. Herr Sistenich vom NVR bekräftigte im persönlichen Gespräch, dass er weiterhin hinter der Idee stehe und mit der Region gemeinsam nach Realisierungsmöglichkeiten suchen wird! Schön! Nun eine Bewertung von Hansbert Schruff, Mitglied der Grünen - Kreistagsfraktion Düren: Die Lückenschlüsse der Strecken DN-Linnich-Baal-Mönchengladbach-Düsseldorf und DN-Zülpich-Euskirchen-Bonn/Eifel setzen den Kreis Düren strategisch sehr günstig in das Zentrum des Städtevierecks Aachen, Mönchengladbach und Düsseldorf, Köln/Bonn. Das ist von (im wörtlichen Sinne) zentraler Bedeutung für die Entwicklungsmöglichkeiten des Kreises Düren im Personenverkehr und im Güterverkehr auf der Schiene. Dies gegenüber dem Zweckverband NVR klar herauszustellen ist Auftrag des Kreises Düren und der Kommunen. Wir haben den Eindruck, dass zunächst der AVV/VRS und jetzt der NVR sich mit seinem Infrastrukturdenken und auch von der Konzentration der Investitionsmittel auf die Ballungsräume fokussiert. Dabei drohen die Interessen der Landkreise hintan gestellt zu werden. (nur ein Bsp.: Mit ca. einem Prozent der Ausgaben allein für den Bau der Nord-Süd-U-bahn in Köln wäre die Rekonstruktion der Bördebahn und des Lückenschlusses Linnich-Baal mehr als bezahlt!) Deshalb unterstützen wir alle Aktionen, die den Ausbau des zentralen Potentials des Schienendrehkreuzes Düren in alle Himmelsrichtungen fordern. Durch laufende (wichtige) Projekte sind die planerischen Kapazitäten der DKB und der RTB erschöpft, so dass es schwierig ist, den notwendigen Druck und die notwendige Bündelung der Kräfte für die Lückenschlüsse Linnich - Baal und Düren - Euskirchen mit den vorhandenen Mitteln zu organisieren. Deshalb schlagen wir einen 5- Punkte-Plan zum Aufbau der Schienen Nord-Südachse im Kreis Düren vor. Dieser 5-Punkte-Plan schließt die Mitwirkung der Nachbarkreise Euskirchen und Heinsberg ein und setzt den Kreis Düren durch die Gründung eines Planungskreises federführend für die Landkreise an die Spitze der notwendigen Infrastrukturplanungsmaßnahmen. Den Kreis Euskirchen muss die Landesgartenschau 2014 zur Dynamik bei der Belebung der Bördebahn drängen und der Kreis Heinsberg kann im Zusammenhang mit der Reaktivierung der Strecke Lindern-Heinsberg wertvolle Verstärkung/Schützenhilfe bieten. Vorschläge, wie man das Thema Lückenschlüsse voranbringen kann vom 31.07.09: Der 5-Punkte Plan zur Lückenschließung Düren – Euskirchen und Linnich - Baal Die Kreise Euskirchen und Düren haben sich zur Aktivierung der Bördebahn (Schienenstrecke Düren – Vettweiß – Zülpich - Euskirchen) entschlossen. Damit ist die feste Absicht erklärt die Lücke im Schienennetz der Voreifelregion für den Personenverkehr bis zum Jahre 2014 zu schließen. Die Kreise Düren und Heinsberg sehen die Bedeutung des Lückenschlusses Linnich – Baal für ihre wirtschaftliche Entwicklung und bereiten den Anschluss der Rurtalbahn an die Hauptbahn Mönchengladbach – Aachen vor. Um aus den Absichtserklärungen einen verlässlichen Weg werden zu lassen und um die noch erheblichen Hindernisse einer Wiederbelebung des SPNV auf den Strecken zu überwinden, schlägt die IG Rurtalbahn e.V. folgende 5 Punkte als Maßnahmenkatalog vor: Kontakt und Informationsaustausch – Koordination mit den zuständigen Planungsstellen o im Bundesverkehrsministerium o in der EURegio Maas/Rhein o im Landesverkehrsministerium o bei der Bezirksregierung o bei den Regionalräten o bei den Kommunen entlang der Bördebahn und darüber hinaus o bei den Zweckverbänden NVR (AVV/VRS) o bei den Industrie- und Handelskammern Aachen und Bonn o bei den für den Tourismus bzw. kulturelle Angebote verantwortlichen Stellen (z.B. Nationalpark Eifel, Eifel-Touristik GmbH, Eifelverein, Landschaftsverband Rheinland etc.) o bei den möglichen Eisenbahnverkehrsunternehmen o bei den betroffenen Eisenbahninfrastrukturunternehmen Entwicklung möglicher Betriebskonzepte Bördebahn/ Linnich - Baal o BürgerBahn im Sonntags – Tourismusverkehr o schnell zu realisierender Vorlaufverkehr (EU-Zül-Vettweiß und Busanschluss 230 Vettweiß-Düren) mit geringsten Investitionmitteln o Binnenverkehr Düren – Vettweiß - Zülpich - Euskirchen o Regionalverkehrskonzept (im möglichen Flügelzugkonzept Maastricht/Liege)Aachen – Düren – Euskirchen(Bonn/Gerolstein/Trier) o Rundverkehr im Herzen des NVR Düren – Köln-Süd – Euskirchen – Zülpich – Vettweiß – Düren o Verbindung DN – Mönchengladbach/Düsseldorf Schaffung planungstechnischer Voraussetzungen und technischer Voraussetzungen zur Umsetzung der o.g. Betriebsformen, einschließlich der Planung und Erstellung von o Sicherung der Bahnübergänge (technisch und nicht technisch) o Haltestellen und P+R Anlagen o Zugsicherungstechnik o Neubau und Planung Linnich – Baal IGVP – Einstufung Bei der vom Land NRW erstellten Integrierten Gesamtverkehrsplanung muss die Bördebahn höhergestuft werden, damit eine Vollreaktivierung bis 2014 möglich ist. Hierzu sind die notwendigen politischen Voraussetzungen zu koordinieren. Neueinstufung Linnich – Baal Ausschreibung des Dieselnetzes Köln Der Betrieb der Bördebahn muss zeitnah in die für das Jahr 2011 vom Zweckverband NVR vorgesehene Ausschreibung des Dieselnetzes Köln integriert werden. Expertengruppe – Lückenschlüsse bzw. Entwicklungsgesellschaft - Bördebahn Mit der Koordination, der Ausarbeitung und Realisation der o.a. Punkte sind die Kräfte bei der DKB, der Rurtalbahn GmbH und der jeweiligen Kreisabteilungen wegen laufender, nicht die Bördebahn oder Linnich - Baal betreffender Planungs- und Organisationsaufgaben überfordert. Die Wegbereitung der Reaktivierung bedarf allerdings einer kompetenten Kraftentfaltung von Experten. Deshalb schlagen wir die Gründung einer ‚Expertengruppe-Lückenschlüsse’ vor, die bei den Kreisen Heinsberg, Euskirchen und Düren eingerichtet werden sollte. Alternativ ist eine Entwicklungsgesellschaft als 100 %-ige Tochtergesellschaft der Kreise Düren und Euskirchen(Heinsberg) möglich. Zur Abwicklung des operativen Geschäftes müsste dazu mindestens eine Halbe neue Planstelle bei bzw. durch die Kreisverwaltungen geschaffen werden sowie zusätzlich fachkundige Mitarbeiter der Kreis- und Stadtverwaltungen und der beteiligten Verkehrsunternehmen für die anfallenden Aufgaben teilweise freigestellt werden. Für die Erbringung der Planungsleistungen sind entweder die technischen Voraussetzungen (CAD, Fahrplanprogramme) zu schaffen oder Dritte (Planungsbüros) zu beauftragen. Bei der Verfolgung der o.a. Punkte ist Eile geboten, da rechtzeitig in laufende Entscheidungsprozesse eingegriffen werden muss: 1. Planungen ‚Elektronisches Stellwerk’ Die Umstellung auf den Betrieb unter einem elektronischen Stellwerk wird im Raum Euskirchen geplant. Hier muss sichergestellt werden, dass eine signalisierte Ausfahrt auf die Bördebahn bestehen bleibt. (In Düren ist dieser Moment verpasst worden.) 2. Ausschreibung des ‚Dieselnetzes Köln’ Die Formulierung der Bestimmungen für die Ausschreibung des Dieselnetzes Köln für 2011 sind bereits im Gange. Die Kommunen müssen den NVR so bald wie möglich auffordern den Betreib der Bördebahn dort mit aufzunehmen. | |||||||||



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