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Aktionstag „Dem Castor entgegen“

Rückblick auf einem Termin am Samstag, 23. Januar: Aktionstag „Dem Castor entgegen“

Die Landesregierung und die großen Atomkonzerne, vertreten durch die gemeinsame Tochterfirma GNS (Gesellschaft für Nuklearservice), wollen ab Anfang 2010 massiv Atommüll im Zwischenlager Ahaus einlagern.
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Geplant sind zweimal pro Woche Atomtransporte mit insgesamt 1800 Behältern mit schwach- und mittelradioaktivem Atomüll. Mögliche Absendeorte sind Duisburg, Jülich, Karlsruhe, Dresden-Rossendorf und andere Atomstandorte in Deutschland. Nach zehn Jahren Lagerung in Ahaus soll der Atommüll ins absolut ungeeignete geplante Endlager Schacht Konrad gebracht werden. Ab 2011 sollen 152 Castoren mit hochradioaktivem Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich hinzukommen. Ab 2015 sollen 150 Castor-ähnliche Großbehälter aus der französischen Plutoniumfabrik La Hague nach Ahaus gebracht werden

Doch Atommüllverschiebung ist keine Entsorgung!! Eine sichere Endlagerung von Atommüll ist weltweit nicht in Sicht. Deshalb riefen Initiativen für den 23. Januar zu einem Autobahn-Aktionstag von Ahaus über Duisburg nach Jülich auf – dem Castor entgegen! Bei der Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz von Jülich waren auch viele "Grüne" aus dem Kreis Düren vor Ort.

Warum Duisburg? In Duisburg betreibt die GNS, die auch das Zwischenlager Ahaus betreibt, eine bundesweit zentrale Konditionierungsanlage für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll. Die Atomanlage befindet sich wenige hundert Meter von einem Wohnviertel, die Atomtransporte laufen völlig ungeschützt und geheim.

Warum Jülich? In Jülich macht der Abriss des alten AVR-Reaktors große Probleme. 2011 soll der Reaktordruckbehälter in einem hochriskanten Manöver mehrere hundert Meter versetzt werden. Der Boden unter dem Behälter ist radioaktiv verseucht und Ahaus soll die hochproblematischen Brennelementkugeln in 152 Castoren bekommen. Zudem betreibt die GNS auf dem Gelände des Forschungszentrums eine Landessammelstelle für das Land Niedersachsen. Auch von dort soll Atommüll nach Ahaus gebracht werden.

Ahaus zeigt, dass die Atommüllberge immer weiter wachsen und niemand wirklich weiß, wohin damit. Das Endlager ASSE II säuft langsam ab – ein Mahnmal der gescheiterten Atommüllentsorgung. Deshalb fordern wir: Keine Atommülltransporte nach Ahaus, zum Schacht Konrad oder sonstwohin ! Schließung der GNS-Konditionierungsanlage Duisburg! Keine hochriskanten Experimente mit dem Jülicher Reaktorbehälter! Atomausstieg jetzt! Aktuelle Infos immer unter: www.kein-castor-nach-ahaus.de



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