AVV: Höhere Preise für bessere Verbindungen? Aber nicht im Kreis Düren!
Grüne im Kreis Düren kritisieren mangelnden Einsatz des Aachener Verkehrsverbundes im Bezug auf die Schienenlückenschlüsse ‚Düren-Euskirchen’ und ‚Linnich-Baal’. | | | Bahnhof Zülpich | | | |
Die erneute Anhebung der Ticketpreise zum 01.04.2010 nehmen die Verkehrsvertreter von B90/DIE GRÜNEN im Kreis Düren zum Anlass, den mangelhaften Einsatz des Verkehrsverbundes für die notwendigen Schienenverbindungen Düren – Linnich/Mönchengladbach/Düsseldorf und Düren - Euskirchen/Bonn zu kritisieren. „Preise erhöhen kann der AVV gut. Aber die erklärten Ziele des Kreises Düren zu den Lückenschlüssen Linnich-Baal und zur Reaktivierung der Bördebahn scheint der AVV eher ignorieren zu wollen,“ so Hansbert Schruff. Der Kreistagsabgeordnete zielt auf die letzte Sitzung des Kreisentwicklungsausschusses, in der der Geschäftsführer des AVV, Herr Sistenich, zum Stand der Planung für die Schienenprojekte im Kreis Düren referierte. „Anstatt Lösungen für die beabsichtigten Reaktivierungsvorhaben vorzustellen, beschränkten sich die Inhalte des Vortrags lediglich auf eine Aufzählung bekannter Probleme, finanzieller Herausforderungen und einem eloquenten ‚Kleinreden’ essentieller Zukunftsprojekte des Kreises Düren.“ Gudrun Zentis, Sprecherin der Kreistagsfraktion B90/DIE GRÜNEN. Aus Sicht der Grünen sind die Fahrpreiserhöhungen zum 01.04.2010 nicht zu verhindern, auch wenn sie möglichen Umsteigern vom Auto in Bussen und Bahnen die falschen Signale geben. Verursacht wird die Erhöhung durch Kürzungen der Zahlungen von Land und Bund an die Verkehrsverbünde. Anstatt diese Kürzungen durch Eigenmittel auszugleichen, wie es zum Teil in anderen Bundesländern gemacht wird, gibt die schwarz/gelbe Landesregierung NRW die Kürzungen an die Verkehrsverbünde weiter. Als Konsequenz bleiben Preiserhöhungen im AVV. „Wenn wir Dürener Fahrgäste mehr an den AVV über erhöhte Ticketpreise zahlen sollen, erwarten wir auch eine eingehendere Berücksichtigung unserer Interessen.“ so Schruff. In anderen Kreisen des Verkehrsverbundes steht die Verwirklichung wichtiger Schienenprojekte an, wie zum Beispiel die Reaktivierung Lindern – Heinsberg bis 2012 oder die Verlängerung der Euregiobahn zwischen Alsdorf und Stolberg. Die Lückenschlussprojekte des Kreises Düren, als moderne Schienenverbindungen nach Süden über die Bördebahn und nach Norden über Linnich – Baal spielen in den weiteren Planungen des AVV kaum eine Rolle. Da die Lückenschlüsse wichtige Standortfaktoren unserer Region zwischen den Ballungszentren darstellen, ist hier ein klares Umdenken beim Aachener Verkehrsverbund zu Gunsten des Kreises Düren gefordert! |
| | | Ausbau Euregiobahn bei Langerwehe | | | |
|