Rasende Kleintransporter
| Unfallursache Rasende Kleintransporter: 90 % mehr Verletzte und Getötete auf den Autobahnen in NRW in den letzten fünf Jahren GRÜNE fordern Höchstgeschwindigkeit 120 km/h und Fahrtenschreiber für Kleintransporter! (Text von Georg Schmitz) Wie gefährlich sind rasende Kleintransporter auf den nordrhein-westfälischen Straßen? Eine Anfrage des Grünen-Landtagsabgeordneten Oliver Keymes bestätigte nun meine Auffassung zu Kleintransportern. Der verkehrspolitische Sprecher der GRÜNEN-Landtagsfraktion wollte es genau wissen und hat in einer kleinen Anfrage nach den genauen Unfallzahlen und den dabei Verletzten und Getöteten in den letzten fünf Jahren gefragt. Die Bilanz ist erschreckend und belegt den dringenden Handlungsbedarf. Die Entwicklung der Unfallzahlen durch rasende Kleintransporter und der dabei Verletzten und Getöteten macht eins deutlich: Ein Tempolimit von 120 km/h für Kleintransporter muss her. Insbesondere CDU-geführte Bundesländer müssen ihren Widerstand gegen das Tempolimit aufgegeben oder sie sind für diese Schreckensbilanz mit verantwortlich. Eine 90 %-ige Steigerung der Verletzten und Getöteten bei Unfällen mit Beteiligung von Kleintransportern in den letzten fünf Jahren auf den nordrhein-westfälischen Autobahnen bestätigt der Landesverkehrsminister. Zum Vergleich ist die Anzahl der Verunglückten bei Unfällen mit Pkw um 18 % und bei Beteiligung von Lkw um 8 % gesunken. Deutliche Unfallopfer-Steigerungen sind mit 44 % auf den Landesstraßen und 23 % im innerörtlichen Bereich zu verzeichnen. Auch hier ist im Vergleich bei Pkw und Lkw eine deutliche Senkung der Verkehrsunfallopfer festgestellt worden. Raserei, ungenügender Sicherheitsabstand, Übermüdung des Fahrers und ungenügende Sicherung der Ladung sind die Hauptursachen bei Unfällen mit Kleintransportern. Oliver Keymis in einer Presseinformation: "Ich lasse mich bei der Forderung nach einem Tempolimit und der Pflicht zum Einbau eines Fahrtenschreibers auch nicht von mehr oder weniger offenen Drohbriefen von DaimlerChrysler abbringen." Denn in einem Schreiben an die Landesregierung hatte der Vorstand der Sparte Nutzfahrzeuge mit der Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland gedroht, wenn die Landesregierung die Einführung eines Tempolimits für Kleintransporter unterstützt. In diesem Zusammenhang wurde auf den Produktionsstandort Düsseldorf hingewiesen, in der Kleintransporter hergestellt werden. Keymis: "Richtig in Rage gebracht hat mich die Behauptung der Verantwortungsträger bei Daimler-Chrysler, dass Kleintransporter nicht mehr an Unfällen beteiligt sein sollen als Pkw. Die Gefährlichkeit von Kleintransportern auf Deutschlands Straßen ist durch die offiziell erhobenen Zahlen belegt. Wir Grüne werden den Vorsitzenden des Landtags-Verkehrsausschusses bitten, Vertreter von DaimlerChrysler einzuladen, damit sie zu den Fakten Stellung nehmen können. Mein Appell richtet sich an die Verkehrsminister in den Ländern und im Bund, die Blockadehaltung aufzugeben und unverzüglich für Kleintransporter ein Tempolimit einzuführen sowie den Fahrtenschreiber zur Pflicht zu machen". Das es ein Problem mit Kleintransportern gibt, war zuvor u.a. auch schon vom Verkehrsgerichtstag bekannt geworden. |

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