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Grüne Stadtratsfraktion Düren 
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Lärmaktionsplan (April08)

Pressemitteilung vom 17.4.08

Verena Schloemer: „Städtische Maßnahmen zur Lärmreduzierung müssen öffentlich diskutiert werden!“

Lärm wird von immer mehr Menschen als großes Umweltproblem benannt.

Als Folge der EU Richtlinie zum Umgebungslärm hat das Land NRW eine Lärmkartierung vorgenommen und die Gemeinden in NRW aufgefordert, die Lärmaktionspläne der 1. Stufe bis zum 18. Juli 2008 zu erarbeiten. Der Öffentlichkeit muss es dabei ausdrücklich ermöglicht werden, an der Ausarbeitung der Lärmaktionspläne mitzuwirken.
In der Rede von Umweltminister Uhlenberg heißt es hierzu wörtlich: „Bei der Ausarbeitung der Lärmaktionspläne kommt der Information und Beteiligung der Öffentlichkeit eine besondere Bedeutung zu. Die Bürgerinnen und Bürger tragen dazu bei, dass aus ihrer Kenntnis vor Ort die Gegebenheiten im Wohnumfeld so gut wie möglich gestaltet werden. Der aktive Austausch zwischen Bevölkerung, Politik und Verwaltung erhöht die Transparenz des Planungsprozesses und die Akzeptanz der vorgeschlagenen Maßnahmen.“

Die Dürener Grünen hierzu:

In der Dürener Lokalpresse ist nun dazu zu lesen gewesen, dass dies alles in Düren „Kein Problem“ sei. „Die bisher eingeleiteten Maßnahmen reichen aus, es gibt Gespräche mit Speditionen und demnächst einen neuen, lärmärmeren Belag auf Aachener- und Stürzstraße“ – so die Stadt. „Dies ist fruchtbarer als die vom Land vorgesehenen Bürgerbeteiligungen“, sagte Baudezernent Wabbel.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Verena Schloemer dazu: „Städtische Maßnahmen zur Lärmreduzierung müssen öffentlich diskutiert werden! Es kann nicht sein, dass die Verwaltung den Erlass des Landes zur Lärmaktionsplanung einfach ignoriert. Auch wenn es einigen Menschen nicht gefällt, ohne ein grundsätzliches Überdenken unserer Mobilität geht es einfach nicht.
Die Themen Lärm, Schadstoffbelastungen und Feinstaub lassen sich auch nicht trennen!
Nötig ist eine umfassende Strategie der Verkehrswende, die einen immer mehr zunehmenden Individualverkehr – und damit auch Lärm - nicht als unveränderlich akzeptiert.“



Nötig sind nun neben der Öffentlichkeitsbeteiligung nach Auffassung der Grünen wichtige Beschlüsse in vielen Bereichen. Als Beispiele nennen sie:

- Umfassende Verbesserungen für Fußgänger und Radfahrer
- Infokampagne pro Fuß- und Radverkehr
- Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs
- Einführung des Schülertickets
- Verkehrsberuhigung + Tempolimits
- Verlagerung von Transporten auf die Bahn
- Zustellung von Waren in der Stadt nicht mit Riesen - LKW´s, sondern mit kleineren und leiseren Fahrzeugen
- Strenge Verkehrskontrollen, u.a auch in Bezug auf „getunte“ Kraftfahrzeuge und Motorroller.
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