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    Antrag Jugendhilfeausschuss - 7.6.2001:
    Der Kreis soll einen Beitrag zur Altersversorgung für Pflegefamilien leisten


    Sehr geehrte Frau Conzen,

    zum TOP 2: "Einrichtung einer Altersvorsorge für Pflegeeltern" in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 18. 6.2001 stellt die Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN den folgenden

    Antrag:

    Der Kreis Düren unterstützt die Altersvorsorge für Pflegeeltern mir einem monatlichen Betrag von DM 300,00 pro Pflegefamilie. Die Auszahlung erfolgt nach dem Modell des Kreises Aachen.
    In den ersten zwei Jahren zahlt der Kreis auf einen auf den Namen der pflegenden Person ausgestellten Sparvertrag ein. Danach erfolgt der Abschluss eines Kapitallebensversicherungsvertrages mit der Fälligkeit beim Erreichen des 60. Lebensjahres der Pflegeperson.

    Begründung:

    In einer Pflegefamilie verzichtet ein Elternteil auf die Berufstätigkeit und somit auf die Bildung einer eigenen Altersvorsorge, um einem Kind ein Familienleben zu ermöglichen und die Heimunterbringung zu ersparen. Das Interesse gilt dem Wohl des Kindes, das eine bessere Chance erhält, einen guten Weg ins Leben zu finden. Das liegt auch im Interesse der ganzen Gesellschaft, somit auch im Interesse des Kreises Düren. Allein schon aus diesem Grund sollte der Kreis Düren den beantragten Beitrag zur Bildung einer Altersversorgung für Pflegeeltern leisten.

    Die Zahlenspiele in der Verwaltungsvorlage, Drs. Nr. 261/01, sind nicht nachvollziehbar. (Danach soll die vorgeschlagene Regelung Mehrkosten von ca. 1/2 Mio. DM verursachen.) Es handelt sich um eine Worst-Case-Kalkulation, die der Problemstellung nicht gerecht wird, sondern nur die Rechtfertigung für eine vorgefasste Meinung liefern soll. Die Chancen der beantragten Regelung werden völlig ignoriert.

    Wir gehen davon aus, dass die bessere Regelung für Pflegefamilien dazu führen wird, dass mehr Familien sich bereit erklären, ein Pflegekind aufzunehmen. Wenn in einigen wenigen Fällen die teure Heimunterbringung vermieden werden kann, entstehen für den Kreis keine zusätzlichen Kosten durch die Verbesserung für Pflegefamilien. Sogar eine Kosteneinsparung ist möglich.

    Mit freundlichen Grüßen

    Oliver Krischer
    Fraktionsvorsitzender



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