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    Pressemitteilung - 8.7.2003

    Jungfernfahrt des Regio-Sprinters auf der Bördebahn
    Krischer: "Ein historischer Tag"

    Genau 20 Jahre nach der Einstellung des Personenverkehrs im Jahr 1983 befuhr am Samstag wieder ein Personenzug die Bahnstrecke Düren-Euskirchen. Dies war möglich geworden, weil die neue Rurtalbahn GmbH die bisher stillgelegte, aber völlig intakte Strecke zwischen Düren und Zülpich langfristig angepachtet hat. Auf dieser Strecke wird es in Kürze wieder Güterverkehr geben.

    Oliver Krischer, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Kreistag: "Das war ein historischer Tag für die Region Düren-Euskirchen und darüber hinaus. Seit Samstag gibt es wieder eine direkte Schienenverbindung zwischen den beiden Kreisstädten. Ich bin zuversichtlich, dass in absehbarer Zeit außer Güterzügen auch regelmäßig wieder Personenzüge auf der Stecke verkehren werden."

    Krischer erinnerte daran, dass noch vor zwei Jahren Personen aus dem Arbeitskreis Bördebahn, der IG Rurtalbahn oder der GRÜNEN ausgelacht worden seien, als sie eine Reaktivierung der Strecke ins Gespräch gebracht hatten.

    Krischer: "Die Skeptiker und Ewiggestrigen sind am Samstag eines Besseren belehrt worden - die Bördebahn hat Zukunft. Dass es nun zu einer Reaktivierung gekommen ist, ist vor allem dem beharrlichen Engagement des Arbeitskreises Bördebahn und dem Weitblick der Dürener Kreisbahn zu verdanken. Aber auch Landrat Spelthahn hat frühzeitig die Chancen der Bahn erkannt und sie gegen Widerstände in den eigenen Reihen durchgesetzt. Auch das findet Anerkennung."

    Als eher enttäuschend bezeichnet Krischer die Resonanz der Jungfernfahrt in der Dürener Öffentlichkeit: Während in Euskirchen Volksfeststimmung auf dem Bahnhof herrschte und eine Blaskapelle den "Ottmar-Alt-Sprinter" begrüßte, herrschte bei der Rückankunft in Düren trister Bahnhofsalltag. Viele der über 100 Fahrgäste aus Euskirchen suchten orientierungslos einen offensichtlich nicht vorhandenen Ansprechpartner für die zuvor angekündigte Begleitung zum und Führung durch das Leopold-Hoesch-Museum. Die Dürener Stadtspitze glänzte auch durch Abwesenheit.

    "Das ist schon symbolhaft für das geringe Interesse an der Bördebahn in der Stadt Düren und wenig verständlich für eine "Stadt der Märkte und des Einkaufens", die auf Menschen aus der Region, die in Düren ihr Geld lassen sollen, angewiesen ist. Hier scheint der nötige Weitblick noch zu fehlen. Daran muss gearbeitet werden", so Krischer abschließend.



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