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CDU-Beschluss zur Kletterregelung: "Verschärfung statt Lösung der Probleme" Gestern hat der Umweltausschuss des Kreises mit den Stimmen der CDU-Mehrheit eine neue Kletterregelung für die Buntsandsteinfelsen im Rurtal beschlossen: Danach kann, sobald der Landschaftsplan Kreuzau-Nideggen in Kraft tritt, an vier statt bisher zwei Felsmassiven uneingeschränkt geklettert werden. Damit sollen neben Effels und Hitzley nun auch die Burgfelsen und die Hinkelsteine nicht mehr für die Natur, sondern für den Klettersport vorgehalten werden. Der Beschluss enthält außerdem eine sogenannte "Öffnungsklausel", d. h. wenn die Kreisverwaltung es für richtig hält, können weitere Felsen zum Klettern freigegeben werden. Unterlegen war in der Sitzung ein Antrag der GRÜNEN, die 1998 vom Kreistag einstimmig (auch CDU) beschlossene Kletterregelung beizubehalten. Der Antrag der GRÜNEN wurde von SPD und FDP unterstützt. Oliver Krischer, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Kreistag, zu der Entscheidung: "Das, was die CDU-Mehrheit auf Vorschlag der Verwaltung beschlossen hat, ist ein herber Rückschlag für den Naturschutz und die Entwicklung eines naturverträglichen Tourismus im Rurtal. Es gibt keine neuen fachlichen Erkenntnisse, die diese massive Verschlechterung gegenüber der einstimmig beschlossenen 1998er-Regelung rechtfertigen würden. Es ist ganz offensichtlich, dass die Kreisverwaltung unter Missachtung ihrer Fachlichkeit auf politische Anweisung der CDU gearbeitet hat." Krischer befürchtet zudem, dass die Konflikte im Rurtal mit dem Beschluss nicht beendet, sondern sogar noch verschärft werden: "Es stehen nun aufwändige und teure FFH-Verträglichkeitsprüfungen an, die bei Beibehaltung des alten Beschlusses vermeidbar gewesen wären. Außerdem ist zu fürchten, dass der Beschluss wegen seiner fachlichen Mängel beim Gericht landet. Und schließlich ist die Öffnungsklausel für weitere Kletterfreigaben eine Einladung, das Thema in Zukunft jedes Jahr aufs Neue zu diskutieren und Behörden damit zu beschäftigen." So ist sich Krischer sicher, dass der Beschluss nicht nur bei Naturschützern, sondern auch bei Kletterern auf Kritik stoßen wird. Statt den Konflikt zu lösen, habe die CDU nun seine Fortsetzung und Verschärfung beschlossen. Aber das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, denn Kreisausschuss und Kreistag müssen dem Landschaftsplan noch zustimmen. Und bis dahin hofft Krischer noch auf die eine oder andere Einsicht bei der CDU. Krischer: "Auch 1998 ist bei der CDU erst am Schluss die Einsicht gekommen. Ich denke, die geistigen Väter des Beschlusses von gestern, die Herren Dr. Nolten und Weingartz von der CDU, die 1998 noch nicht im Kreistag waren, müssen eben auch noch diese Erfahrung machen." |
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