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    Presseerklärung - 13.10.2002

    GRÜNE zu Personalentscheidungen in der GWS:
    "Nur noch skurril und das Eingeständnis des Versagens"

    Zu den Personalentscheidungen des Aufsichtsrates der GWS erklärt Oliver Krischer, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Kreistag:

    "Das, was Landrat Spelthahn vor kurzem noch als "absurde Spekulation" und "Froschperspektive Krischers" bezeichnete, wird jetzt als Zukunftsentscheidung für die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GWS) verkauft:

    1. Dr. Gramm, hochkompetenter und anerkannter Wirtschaftsförderer und bislang Geschäftsführer der GWS, verlässt mehr oder weniger freiwillig die Gesellschaft, soll sie aber weiterhin beraten, natürlich nicht umsonst.
    2. Dr. Beyer, Kreisdirektor, wird in der Endphase seines Verwaltungswirkens in der Kreisverwaltung der Nachfolger von Gramm. Was ihn als Wirtschaftsförderer qualifiziert, ist unbekannt. Außerdem scheinen in der Kreisverwaltung bei den Führungskräften große Überkapazitäten vorhanden zu sein, wenn man mal so eben auf den Kreisdirektor verzichten kann. Dr. Beyer soll so der Abschied aus der Kreisverwaltung Ende 2003 versüßt werden. Er hat dann die Chance, sein Vorruhestandssalär mit einem GWS-Geschäftsführerhonorar ordentlich aufzubessern. Das schafft dann Platz für einen weiteren CDU-Dezernenten.
    3. Dr. Ahn, gut bezahlter Geschäftsführer, bleibt im Amt, was dem Anschein nach eigentlich niemand so richtig will, außer der CDU in der Stadt Düren.
    4. Mit Matthias Wintz schickt die Sparkasse auch noch einen ihren Abteilungsdirektoren für Controlling und Buchführung in die Gesellschaft.

    Bei der Gründung der Gesellschaft hat sich alle Welt bereits gefragt, warum es bei 16 Mitarbeitern zwei Geschäftsführer braucht; einer hätte ohne jeden Zweifel ausgereicht. Doch das scheint man Dr. Ahn nicht zuzutrauen, denn wie sonst ist zu erklären, dass er drei (!) Kontrolleure und Berater an die Seite gestellt bekommt, den Aufsichtsratsvorsitzenden Terfloth noch nicht einmal mitgezählt. Bei einer Gesellschaft dieser Größenordnung ist das wohl eine genauso skurrile wie einmalige Konstruktion. Effektive Wirtschafsförderung, die der Kreis Düren bitter nötig hätte, lässt sich damit nicht machen, und verantwortungsvoller Umgang Steuergeldern ist es erst recht nicht!

    Zwei Jahre hat die CDU-Mehrheit unter Landrat Spelthahn gebraucht, die Gesellschaft zu gründen. In dieser Zeit hat sie die bis dahin erfolgreiche WEGE mit Dr. Gramm an der Spitze blockiert. Seit einem Jahr gibt es die GWS, doch die beschäftigt sich vor allem mit sich selber und wird auch noch für die personalpolitischen Ränke-Spiele der CDU in Kreis und Stadt Düren missbraucht.

    Die jetzt getroffenen Entscheidung ist die schlechteste aller möglichen und letztlich nicht anders als das Eingeständnis des Versagens der Hauptakteure Spelthahn und Larue, die sich in ihren eigenen Verflechtungen, Abhängigkeiten und Versprechungen verfangen haben.

    Bündnis 90/DIE GRÜNEN fordern das Ende dieses beispiellosen, nun seit drei Jahren andauernden Gewurschtels und einen Neuanfang mit qualifiziertem und unvorbelastetem Personal in der Wirtschaftsförderung. Das bedarf sicher schmerzlicher Entscheidungen, ist aber angesichts der Strukturwandels und der damit verbundenen Herausforderungen im Kreis Düren unumgänglich. Wir werden dazu das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Kreisausschusssitzung setzen."



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