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    Pressemitteilung - 2.5.2001

    Gleisanschluss für Horm: PR-Gag oder Müllverschiebebahnhof für Trienekens?
    GRÜNE prüfen einstweilige Verfügung zum Stopp des illegalen Abkippens


    Nicht länger hinnehmen wollen die GRÜNEN im Dürener Kreistag die illegalen und für die betroffenen Anwohner unzumutbaren Zustände auf der Deponie Horm.
    Oliver Krischer, Fraktionsvorsitzender: "Wir sind die billigen PR-Gags und Halbwahrheiten des Landrates in Sachen Horm leid. Es ist schlichtweg eine Unverschämtheit des Landesrates, den vom Deponie-Verkehr belasteten Anwohnern mit der Ankündigung eines Gleisanschlusses Sand in die Augen zu streuen."
    Die Realisierung der Anbindung, so Krischer, an das vier Kilometer entfernte Gürzenicher Bundeswehrgleis werde, selbst wenn man heute mit der Planung beginne, mehrere Jahre dauern. Schließlich müsste u. a. die B 399 überquert und mit riesigem Landschaftseingriff eine Schneise durch den Gürzenicher Bruch geschlagen werden. Und das Alles koste ohne Frage Millionen, die auch noch die Gebührenzahler berappen müssten.

    Dabei werde schon 2005 die Deponie geschlossen. Also von Spelthahn nur ein billiger PR-Gag zur Beruhigung der Anwohner, oder der Landrat plane mit der Firma Trienekens für deren internationale Müllgeschäfte nach 2005 einen Müllverschiebebahnhof in Horm mit der MBRA als Vorschaltanlage für die Verbrennung in Weisweiler, fragt sich der Fraktionsvorsitzende. Die GRÜNEN fordern nun Landrat Spelthahn ultimativ auf, alle Planungen auf den Tisch zu legen. Denn, so Krischer, der Kreistag wurde bisher mit keinem Wort informiert.
    Darüber hinaus wollen die GRÜNEN Klarheit hinsichtlich der weiteren Betriebsgenehmigungen für Horm. Krischer: "Bisher haben wir von Spelthahn nur Beschwichtigungen gehört. Doch Fakt ist, dass das Abkippen der riesigen, größtenteils unbehandelten Müllmengen von sonstwo her durch Trienekens illegal ist. Es kann nicht sein, dass alle so weiter machen, als wäre nichts. Denn wenn das Kartenhaus der Müllpolitik von Landrat und CDU zusammenbricht, müssen die Bürgerinnen und Bürger des Kreises im wahrsten Sinne des Wortes die Zeche zahlen."
    Die GRÜNE Kreistagsfraktion lässt deshalb überprüfen, ob die Beantragung einer einstweilige Anordnung bei Gericht zum sofortigen Stopp des illegalen Abkippens in Horm Sinn macht.
    Krischer: "Landrat Spelthahn hat sich in die Klauen von Trienekens begeben. Nun sollte er schleunigst zusehen, wie er da herauskommt, und es wieder legale Zustände gibt."

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