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    Pressemitteilung - 16.8.2001

    GRÜNE erfreut: "Endlich tut sich was bei Krafft & Schüll!"

    Zehn Jahre hat es gedauert, jetzt soll es endlich losgehen: Die Sanierung der schlimmsten Gefahrenquellen und der Grundwasserverseuchung auf dem Gelände der ehemaligen Kettenfabrik "Krafft & Schüll" in der Dürener Rurstraße.
    Darüber freuen sich die GRÜNEN in Stadt und Kreis Düren, auch wenn ein wenig Bitterkeit mitschwingt. Oliver Krischer, Fraktionsvorsitzender im Kreistag: "Jahrelang haben wir auf diese gefährliche Altlast aufmerksam gemacht, doch statt zu handeln haben die Behörden in Stadt und Kreis ein Schwarze-Peter-Spiel veranstaltet." Mit Wissen der Behörden strömten seit der Stillegung der Fabrik ununterbrochen chlorierte Kohlenwasserstoffe ins Grundwasser mit unkalkulierbaren Risiken für Mensch und Umwelt. Und von Anfang an war klar: Mit jedem Tag, an dem nichts geschieht, wird die Verseuchung des Grundwassers größer und die Sanierung immer kostspieliger.

    Verena Schloemer, Vorsitzende der GRÜNEN Stadtratsfraktion: "Statt zu Handeln, ist man sich in juristischen Spielchen über Haftungsfragen ergangen. Und als feststand, dass bei alten und neuen Eigentümern nichts zu holen war, hat man, wie in Düren üblich, auf den großen, unbekannten Investor gehofft, der alle Probleme lösen sollte." Doch der kam nie, denn niemand hängt sich die Risiken einer solchen Altlast an den Hals. So muss nun der Steuerzahler für das Problem aufkommen: Eine halbe Million Investitionskosten plus 10 bis 20 TDM Betriebskosten bei mindestens fünfjähriger Sanierungsdauer schlagen für die inzwischen eingetretene Grundwasserverseuchung laut Kalkulation der Kreisverwaltung zu Buche.
    Krischer: "Hätte man gleich gehandelt, wäre nur ein Bruchteil der Kosten entstanden."
    Dabei wird die Kreisverwaltung nur eine Sanierung zur Gefahrenabwehr durchführen. "Eine Komplettsanierung würde den Kreisetat sprengen," so der GRÜNE abschließend.
    "Aber das Schlimmste ist: Krafft & Schüll ist im Kreis Düren beileibe kein Einzelfall. Die hundertfache Hinterlassenschaft vergangener Industrieepochen und der dilettantische Umgang damit wird uns noch Jahrzehnte beschäftigen und viele Millionen kosten."



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