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    Pressemitteilung - 13.8.2001

    Methadonsubstitution in Düren- ein leidvolles, nicht endendes Desaster

    Die Fraktion der Grünen reagiert mit Unverständnis auf die seit Jahren zögernde Haltung von Verwaltung und Mehrheitsfraktion, die Methadonsubstitution im Kreis Düren vernünftig zu regeln. Schon vor der Kommunalwahl 1999 wurde in Fachgesprächen mit Ärzten, Drogenberatung und Politik deutlich, dass eine bei der Drogenberatung angesiedelte Methadonsubstitution die sinnvollste Lösung für die Betroffenen ist. Seitdem wird dieses Thema in Arbeitskreisen und im Sozial- und Gesundheitsausschuss immer wieder diskutiert, ohne dass jedoch irgendetwas beschlossen und umgesetzt worden wäre.

    Verena Schloemer, gesundheitspolitische Sprecherin der grünen Kreistagsfraktion: "Im Kreis Düren hat sich die Situation in den letzten Jahren noch verschärft. Drogenabhängige, die über die Methadonsubstitution versuchen wollen, von harten Drogen weg zu kommen, finden in Düren nur noch selten Ärzte, die zur Behandlung bereit sind. In den Sommermonaten hat sich auch dieses Jahr wieder gezeigt, dass in der Urlaubszeit die Vertretungen nur unzureichend geregelt sind. Wir fordern die Verwaltung auf, endlich eine entscheidungsreife Vorlage zur Einrichtung einer Methadonsubstitution bei der Drogenberatung vorzulegen."

    Oliver Krischer, der Fraktionsvorsitzende: "Diese Forderung wird vom Arbeitskreis Methadon, der sich ausschließlich aus Fachleuten zusammensetzt, schon lange unterstützt. Es ist Zeit, zu handeln. Die Substitution schafft neue Lebensperspektiven für Süchtige."



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