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    Pressemitteilung - 11.6.2001

    Grüne fordern Biomonitoring in der Windfahne der MVA Weisweiler

    Treten in der Umgebung der Müllverbrennungsanlage Weisweiler Erkrankungen auf, die von den Abgasen der MVA verursacht werden? Eine Frage, die nicht nur die Nachbarn der MVA beschäftigt, sondern auch die Naturschutzverbände, die SPD und die Grünen im Kreis.

    Ob diese Frage geklärt wird, soll am 12. 6. im Sozial- und Gesundheitsausschuss des Kreises beraten werden. "Erstellung eines Konzepts für ein Monitoringprojekt zur Erfassung von Erkrankungen durch gesundheitsgefährdende Stoffe im Immissionsbereich der MVA Weisweiler" lautet der Tagesordnungspunkt.
    Die Kreisverwaltung hat schon einen Vorschlag: Nicht notwendig. Nach dem Motto: "Es kann nicht sein, was nicht sein darf" geht das Kreisgesundheitsamt davon aus, dass noch nicht einmal der schwere Quecksilber - Störfall im März dieses Jahres zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen geführt hat. Dabei verlässt man sich auf Ausbreitungsberechnungen aus dem Genehmigungsverfahren 1992.

    Die Grünen im Dürener Kreistag halten dieses Vorgehen für ignorant.
    Oliver Krischer, der Fraktionsvorsitzende: "So einfach darf man es sich nicht machen. Wir brauchen verlässliche Untersuchungen, um sicher zu sein, dass keine Langzeitfolgen auftreten." Einig sind sich die Grünen mit den Umweltschutzverbänden BUND und LUNA und mit der SPD, die ebenfalls genaue Untersuchungen fordern.
    Schon beim Schulneubau in Nideggen habe das Gesundheitsamt das engagierte Eintreten für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger vermissen lassen. Daher fordern die Grünen den Landrat auf, dafür zu sorgen, dass die Verwaltung die berechtigten Anliegen der Menschen im Kreis ernst nimmt.
    "Viele Umweltgifte reichern sich im menschlichen Organismus an, sodass schon kleinste Mengen auf Dauer schwere Beeinträchtigungen auslösen können. Wer an Untersuchungen spart, geht ein unkalkulierbares Risiko für die Gesundheit unserer Mitmenschen ein", betont Krischer. "Wir fordern als unverzichtbares Minimum die Untersuchung, ob sich in der Windfahne der MVA in der Umwelt gesundheitsgefährdende Stoffe abgelagert haben, ein Biomonitoring."



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