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    Pressemitteilung 18.5.2001

    "Quantensprung für Schul-Zukunft"

    Der Einladung der Grünen-Kreistagsfraktion zu einem Informations- und Diskussionsabend zum Thema "Selbstständige Schule - Projekt NRW Schule 21" war ein breites Fachpublikum aus allen schulischen Bereichen des Kreises gefolgt. Man war sich einig darin, dass mehr Selbstständigkeit für die Schulen der richtige Weg zur Lösung vieler Probleme dort ist.
    Dr. Manfred Beck, Ex-Schuldezernent beim Kreis und jetzt Beigeordneter in Gelsenkirchen, bezeichnet das Modellprojekt "NRW Schule 21", das auf Initiative der Grünen nun Teil der Schulpolitik der Landesregierung ist, als einen Quantensprung für die Schulen.
    Dr. Ruth Seidl, für die Grünen im Schulausschuss des Landtags, betonte, dass "NRW Schule 21" der Entbürokratisierung der Schulen diene und kein Sparprojekt sei, denn die Landesregierung stelle in den nächsten Jahren 2,2 Milliarden Mark für neue Lehrerstellen zur Verfügung.
    Wilhelm-Josef Müller, Leiter des Wirteltor-Gymnasiums in Düren, bedauerte, dass nicht schon früher, als die öffentlichen Finanzmittel noch üppiger waren, solche Projekte begonnen wurden.
    Professor Dr. Hansis, Vorsitzender des Verbandes der Lehrer an Wirtschaftsschulen, betonte die guten Erfahrungen, die man in Berufsschulen mit Entbürokratisierung und Flexibilisierung gemacht habe. Es gab aber auch Kritik und viele offene Fragen an einigen Bestimmungen des Modellprojekts. So ist noch offen, ob Kommunen mit Haushaltssicherungskonzept teilnehmen können.
    Peter Meindl, Schulleiter in Nörvenich und Vorstandsmitglied der GEW, fürchtet außerdem eine Einschränkung der Rechte der Lehrerpersonalräte.
    Sybille Haußmann, Grünen-Landtagsabgeordnete aus Düren, die die Veranstaltung moderierte, betonte denn auch, dass das Konzept so offen ist, dass es den Wünschen und Anforderungen der Schulen, aber auch der Kommunen noch angepasst werden kann.
    Haußmann: "Die Veranstaltung hat gezeigt, dass dieses Modellprojekt auf allseits positive Resonanz stößt. Nun gilt es, Kommunen und Schulen dafür zu interessieren. Es wäre schön, wenn auch einige Schulen aus dem Kreis Düren sich bewerben und zu den 200 bis 300 Modellschulen in NRW gehören würden. Anregungen und Kritik werden Frau Seidl und ich mit nach Düsseldorf nehmen."
    Übrigens: Die Bewerbungsfrist endet am 31. Oktober dieses Jahres. Teilnehmen können nur Schulen, deren Träger mitzieht; es müssen also entsprechende politische Beschlüsse vor Ort gefasst werden. Unterlagen mit den Projekt-Bedingungen gehen den Schulen im Spätsommer zu.

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