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    Presseerklärung - 3.9.2001

    GRÜNE begrüßen "Schritt der SPD vom Schaufel- zum Windrad"

    Zum Unterbezirksparteitag der SPD erklärt Oliver Krischer, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Dürener Kreistag:

    "Es ist schön zu hören, dass die Sozialdemokraten in der Nach-Vosen-und-Retz-Ära im Kreis Düren die Nutzung der regenerativen Energien im Kreis Düren für sich entdeckt haben. Mehr noch: Die Genossen wollen Forschung und Nutzung zu einem Schwerpunkt der wirtschaftlichen Entwicklung machen.

    Unter Führung von Nietan, Hafke und Bröker scheint es sich auch in der SPD herumgesprochen zu haben, dass gerade Jülich mit Solarinstitut und Forschungszentrum hervorragende Standortbedingungen für die rasant wachsende Erneuerbare-Energien-Branche hat. Hier liegen die wirtschaftlichen Potenziale der Zukunft, denn die meisten Prognosen gehen inzwischen davon aus, dass bis 2050 deutlich mehr als die Hälfte des Energiebedarfs in Deutschland aus regenerativen Quellen kommen wird. Schon heute arbeiten in dieser Branche mehr Menschen als im gesamten Kohlesektor. Es wäre deshalb geradezu fahrlässig, all das am Kreis Düren vorbeiziehen zu lassen. Dramatische Arbeitsplatzverluste in den Tagebauen und Kraftwerken sind die Vorboten des letztlich absehbaren Endes der Braunkohleförderung in unserer Region. Ein Teil des Strukturwandels, der uns zwingt auf Wachstumsbranchen wie die regenerativen Energien zu setzen.
    Alles eigentlich eine Selbstverständlichkeit, trotzdem ist der Kurswechsel der Genossen im Kreis Düren nicht hoch genug einzuschätzen: Bisher nämlich bestand das energiepolitische Konzept der Kreis-Dürener-SPD im Wesentlichen aus sich drehenden Schaufelradbaggern. Erneuerbare Energien hatten bestenfalls den Stellenwert von Sandkastenspielzeug. Durch den Irrglauben an die unendliche Braunkohle ist am Kreis Düren schon so manche Chance der Erneuerbaren Energien vorbeigegangen. In der offiziellen Wirtschaftsförderung des Kreises kommt dieser Wirtschaftsektor bis heute so gut wie nicht vor.

    Umso wichtiger ist es, dass Bündnis 90/DIE GRÜNEN mit der SPD nun auf der politischen Bühne einen Bündnispartner in diesem Punkt bekommen haben und gemeinsam daran arbeiten können, mit den anderen Akteuren aus Wirtschaft und Forschung, Verbänden und Initiativen die Potenziale der Erneuerbaren Energien im Kreis Düren zu nutzen. Das Spektrum geht von der Kollektor-Fertigung über Wasserkraftnutzung an der Rur und Betrieb von Biomassekraftwerken bis hin zur Solar- und Brennstoffzellenforschung.

    In dieser Hinsicht ist der Schritt der Genossen vom Schaufel- zum Windrad ein notweniger und wichtiger, den man für die Wirtschaft der Region, aber natürlich auch für den Klima- und Umweltschutz nur begrüßen kann. Hoffentlich hat dieser Schritt nicht nur auf dem Papier, sondern auch in den Köpfen stattgefunden."



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