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Zur geplanten Gründung eines "Zweckverbandes Abfallwirtschaft" zwischen der Stadt Aachen und den Kreisen Aachen und Düren erklären Aggi Majewski (GRÜNE Kreis Aachen), Helmut Ludwig (GRÜNE Stadt Aachen) und Oliver Krischer (GRÜNE Kreis Düren): "Der Kölner Müllskandal scheint in der Aachener Region einen heilsamen Schock bewirkt zu haben: Noch vor wenigen Monaten schien es für die in allen drei Gebietskörperschaften regierende CDU ausgemachte Sache zu sein - die AWA und die gesamte Dürener Abfallwirtschaft sollten an Trienekens verscherbelt werden. Von Verkauf will heute niemand mehr etwas wissen, die Firma Trienekens ist Geschichte. Und es sollte durchaus kein selbstverständlicher Automatismus sein, dass die Verträge von Stadt und Kreis mit Trienekens nun quasi automatisch auf RWE übergeben. Davor sollten die Chancen einer Rekommunalisierung der Abfallwirtschaft ernsthaft geprüft werden. Stattdessen haben die beiden Landräte und der Oberbürgermeister einen alten GRÜNEN Vorschlag aufgegriffen und verhandeln über die Gründung eines Zweckverbandes zur Abfallwirtschaft. In Zukunft, so das Ziel, organisieren die beiden Kreise und die Stadt Aachen gemeinsam ihre Abfallwirtschaft. Bündnis 90/DIE GRÜNEN begrüßen diese Initiative ausdrücklich, bietet sie doch die Chance, verloren gegangene kommunale Kontrolle in der Abfallwirtschaft zurück zu gewinnen und die Macht der Konzerne (jetzt RWE) zurückzudrängen. Damit folgt die Aachener Region dem Beispiel mehrerer Ruhrgebietsstädte ("ECO-City"), die ebenfalls ihre Abfallwirtschaft ohne Konzerneinflüsse organisieren wollen. Es ist ökologisch wie ökonomisch für alle Beteiligten sinnvoll, dass die Dürener ihren Abfall in Zukunft in der MVA Weisweiler entsorgen, statt dass dort Müll aus ganz Europa verbrannt wird. Hiermit wird ein unsinniger Mülltourismus vermieden. Doch eine regionale Kooperation macht aus unserer Sicht nur Sinn, wenn neben der anzustrebenden Gebührensicherheit auch Umweltstandards festgeschrieben werden. Dazu gehört für uns eine absolut transparente MVA, vor allen aber die Beibehaltung der Abfalltrennung: Wenn, so wie es die Vorstellung der MVA-Betreiber ist, alles vom Rasenschnitt bis zur Weißblechdose im Müllofen landet, wird jeder ökologische Ansatz einer Abfallpolitik pervertiert. Gerade die Verwertung des Bioabfalls bietet mit der Strom- und Wärmeerzeugung in dezentralen Anlagen in Kooperation mit der Landwirtschaft große Chancen für eine regionale und umweltverträgliche Wertschöpfung. Solche Ansätze muss ein Zweckverband Abfallwirtschaft fördern und vor dem Müllsog einer MVA schützen." |
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Bündnis 90 / Die Grünen - Kreistagsfraktion in Düren, Kreishaus, 52349 Düren
Telefon: 02421/222421, Fax: 02421/222026 E-Mail: fraktion@gruene-dueren.de |
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