Bördebahn-Rückblick auf 2004
| Rückblick: In einem Zug von Düren über Euskirchen bis Schleiden und zum Nationalpark Eifel. (Texte aus 2004) Mai 2004: Nach 21 Jahren finden auf der Bördebahn endlich wieder regelmäßige Personenzugfahrten statt. Ab Pfingsten verkehrt die Rutalbahn regelmäßig an Sonn- und Feiertagen zwischen Düren und Gemünd. Die Dürener Grünen freuen sich über diesen politischen Erfolg, denn sie hatten immer wieder die Bedeutung der Bördebahn und die Notwendigkeit des ÖPNV im Nationalpark herausgestellt! An Muttertag dieses Jahres war es noch eine Sonderfahrt, doch am Pfingstsonntag startet der erste Linienverkehr von Düren aus zum Nationalparktor Gemünd. Morgens um 07:39 Uhr geht es vom Bahnhof Düren aus los. Über die Bördebahn, Euskirchen und Kall verläuft die Fahrt bis nach Gemünd. Zwischen Kall und Gemünd pendelt der RegioSprinter der Rurtalbahn GmbH dann stündlich. Abends geht es um 17:50 Uhr von Gemünd wieder zurück nach Düren. Auch die Strecke Kall – Gemünd wird seit vielen Jahren nicht regelmäßig befahren. Über diese beiden Strecken bietet sich neben Heimbach ein weiterer umweltschonender Zugang zum Nationalpark Eifel, der ein großes Potenzial birgt. Da der Zug morgens von Düren aus bis in den Nationalpark Eifel und abends wieder zurück fährt, bleibt ausreichend Zeit für lange, intensive Touren. Nicht nur für Wanderer sondern auch für Radfahrer ergeben sich reizvolle neue Möglichkeiten, bisher unbekanntere Gegenden des Nationalparks zu erkunden. Heimbach und Gemünd als Tore zum Nationalpark Eifel sind beide durch die Rurtalbahn gut zu erreichen. Hierdurch bieten sich viele Gelegenheiten für Rundtouren. Mit dem Fahrrad entlang des Sees von Gemünd bis Heimbach stellt auch für ungeübte Radler kein großes Problem dar. Von Heimbach kann dann bequem die Rückfahrt nach Düren mit der Rurtalbahn zurückgelegt werden. Die ganz sportlichen Radfahrer können dann noch den Ruruferradweg bis Düren befahren. Seit Anfang Mai fahren auch die Nationalpark - Bus - Linien an Sonn- und Feiertagen im 2-Stunden-Takt. Mit diesen Bus-Linien erreicht man alle attraktiven Ziele im Nationalpark. Informationen zu Fahrplänen und Tickets unter: www.avv.de Spannend sind auch die vom Forstamt Schleiden angebotenen Wanderungen im Nationalpark Eifel. Die Touren werden u.a. auf die Ankunftszeiten der Rurtalbahn abgestimmt. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Nationalparks www.nationalpark-eifel.de Im Zug gelten die Tickets des AVV und des VRS. Besonders das EUREGIO-Ticket ist zu empfehlen. Für 13,- Euro fahren samstags oder sonntags, bzw. feiertags zwei Erwachsene und 3 Kinder unter 12 Jahren in der gesamten Euregio Maas-Rhein. Ein weiteres günstiges Ticket ist die AVV-Minigruppenkarte. Damit können max. 5 Personen für 17,50 Euro (Preisstufe 4) im gesamten AVV-Netz fahren. Die Tickets für die Fahrt werden bei diesen Fahrten auch im Zug verkauft. Zur Eröffnung in Gemünd kam auch NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn. Sie fuhr zur Eröffnungsfeier mit dem RegioSprinter von Kall nach Gemünd. In Ihrem Grußwort verdeutlichte sie die Bedeutung der Schienenanbindung für den Nationalpark Eifel. Gleichzeitig machte Sie, wie alle anderen Festredner, darauf aufmerksam, dass es nun an den Besuchern des Nationalparks liege, aus dem Modellversuch ein Dauerangebot zu schaffen. Zuvor erhielten wir bereits folgenden Text über die Aktivitäten der IG Rurtalbahn e.V. zu Muttertag: Durch die Sonderfahrt der IG Rurtalbahn e.V. am Sonntag, den 09.05.2004 wurde es möglich. Pünktlich um 11:30 Uhr startete die „traditionelle“ Muttertagsfahrt der IG Rurtalbahn e.V. in Düren. Zwei RegioSprinter der Rurtalbahn GmbH fuhren in zwei Stunden nach Schleiden zum Nationalpark Eifel. Dieses Ziel und die beiden Strecken, die momentan nur durch Sonderfahrten im Personenverkehr befahren werden, weckten großes Interesse. Bereits nach zwei Tagen waren die Karten für den ersten RegioSprinter ausverkauft. Innerhalb weniger Tage meldeten sich noch einmal so viele interessierte Mitfahrer an, so dass die Rurtalbahn GmbH einen zweiten Wagen zur Verfügung stellte. Die Fahrt verlief zunächst über die Bördebahn von Düren bis Euskirchen. Viele Fahrgäste stiegen hier entlang der Strecke an Bahnhöfen und Haltepunkten zu. Anschließend ging es zügig ein Stück über die DB-Strecke bis Kall. Ab Kall verlangsamte sich die Fahrt wieder. Durch die langsame Fahrt konnten die Fahrgäste die schöne Landschaft bewundern. Die Panorama-Fenster der RegioSprinter erlaubten neue Ausblicke auf diese seltene Perspektive. „Es war ein großer Erfolg“, freute sich Hansbert Schruff von der IG Rurtalbahn e.V. „Die Leute fragen, wann die nächste Fahrt Richtung Gemünd und in den Nationalpark Eifel startet. Für viele Menschen wäre ein regelmäßiger Zugverkehr auf dieser Strecke eine tolle Sache.“ Die Veranstalter dieser Sonderfahrt zeigten sich höchst zufrieden mit dem Tag. Der Gewinn aus dem Verkauf von Fahrkarten, Kuchen und Getränken wird genutzt, um einen historischen Schienenbus VT 1 in Stand zu setzen. Dieser soll dann ebenfalls für Sonderfahrten eingesetzt werden. Die IG Rurtalbahn e.V. setzt sich seit Jahren in der Region für den Erhalt von Strecken ein, denen Stilllegung droht. Ihrem Einsatz ist es unter anderem zu verdanken, dass der Verkehr auf der Bördebahn nicht komplett ruht. Zurzeit fahren hier regelmäßig Güterzüge der Rurtalbahn GmbH. Eine Öffnung der Strecke für Personenverkehr ist ein großer Wunsch der Interessengemeinschaft. Auch die Strecke bis Gemünd möchte die IG Rurtalbahn e.V. befahrbar erhalten. So, wie an Muttertag durch die Sonderfahrt genutzt, bietet die Strecke ein großes Potential für die Menschen der Region. Hier kann ein weiterer Zugang zum Nationalpark Eifel umweltschonend über den Schienenweg bewahrt werden. Die Strecke stellt eine attraktive Alternative zum Individualverkehr dar. Die IG Rurtalbahn e.V. freut sich über eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Rurtalbahn GmbH. Die Rurtalbahn GmbH wurde 2003 aus der Dürener Kreisbahn ausgegliedert. Seitdem führt sie eigenständige Leistungen im Schienenpersonennahverkehr und im Güterverkehr durch. |

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